Richtig essen

Richtiges Essen impliziert, dass es auch falsches Essen gibt. Wo ist nun die Trennlinie? Wo fangen unsere Essgewohnheiten an uns zu schaden? Die schlechte Nachricht zuerst: So eindeutig kann man das nicht sagen. Die gute: Sie haben viel Spielraum, so Coach Christophe Sauseng.

Frühstück, Mittag oder Abendessen: Wann sollen die meisten Kalorien „eingeworfen“ werden und vor allem wie viel wovon?


Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler.“ Ist ein in deutschsprachigen Gefilden bekannter Spruch. Erstens werden viele von uns zu berichten wissen, dass sie in der Früh (noch) keinen Hunger haben. Zweitens hilft ein Blick zu unseren französischen und schwedischen Freunden, um zu erkennen, dass die von dem Spruch noch nie etwas gehört haben oder ihn galant ignorieren.

Fakt ist, dass je nach kultureller Herkunft schon bei der Wertigkeit der Tagesmahlzeiten große Unterschiede auszumachen sind – ohne nennenswerte Unterschiede bei den gesundheitlichen Kennzahlen.


Mahlzeitenfolge

Am Ende der 1990er Jahre bis in die Mitte der „Nullerjahre“ lag es voll im Trend eher fünf kleiner Mahlzeiten zu sich zu nehmen, weil der Stoffwechsel so beim Abnehmen unterstützt würde. Keine zehn Jahre später hat sich dieser Trend verkehrt und es wird wieder empfohlen drei Mahlzeiten mit entsprechenden Pausen zwischen den Mahlzeiten einzunehmen, um die Fettverbrennung anzukurbeln. Extrempositionen schlagen sogar vor, eine Mahlzeit ganz wegzulassen und dementsprechend mit zwei Mahlzeiten auszukommen. Untermauert werden alle Thesen oft mit Studien, die diesen oder jeden günstigen hormonellen Effekt entdeckt haben wollen.

In 10 Wochen fit bis zur Bikinisaison mit diesen Themen.

Woche 1: Warum Laufen Sie fitter macht als Radfahren

Woche 2: Sport braucht ein Ziel: Warum nicht einen Fun-Triathlon?

Woche 3: All in One: Schwimmen ist ein Ganzkörpertraining für Muskeln und Ausdauer

Woche 4: Zeitsparend trainieren am Rad

Woche 5: Training statt Diät

Woche 6: Richtig essen

Woche 7: Richtiges Training

Woche 8: Mit Krafttraining den Körper dezent formen

Woche 9: Nie mehr aus der Puste

Woche 10: Trendsportcheck

Was ist nun richtig?

  • Nachdem wir im vergangenen Artikel "Abnehmen ohne Diät"geklärt haben, dass Bewegung der Schlüssel zu einem gesunden Leben ist und auch das Appetitempfinden mit reguliert, gibt es nur wenige Sachen zu beachten, wenn Sie sich gesund ernähren wollen:
  • Trinken Sie genug. Hunger und Durst werden oft verwechselt. Fatalerweise greift man dann oft zu Süßem.
  • Essen Sie, wenn Sie Hunger haben, egal ob 3 oder 6 Mahlzeiten.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen. Essen Sie im Rahmen einer bewussten Mahlzeit und nicht zwischendurch in der U-Bahn oder beim Arbeiten.
  • Die Genusskomponente ist ein Produkt aus ebendiesem Bewusstsein – „Ich esse jetzt und nehme mir Zeit dafür.“ Und „Das, was ich jetzt gleich essen werde, schmeckt mir (und ich werde danach nicht in kompensatorischer Absicht irgendetwas „nach“naschen müssen). Dann werden Sie nämlich auch seltener das Bedürfnis haben zwischendurch zu naschen, was hin und wieder ok ist, aber oft unbewusst passiert.
  • Halten Sie den Abstand zwischen der letzten Mahlzeit und dem Schlafen gehen bei ungefähr drei Stunden. Essen Sie dann am besten nur leicht Verdauliches.


Mahlzeit!

Christophe Sauseng


Der Experte

Christophe Sauseng, 32, Trainer, betreibt seit 1998 Triathlon, gibt als Trainer seine Erfahrung gern weiter.

Kontakt: www.fitnessgoesoffice.com

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