Richtig Essen

Gegessen wird, was für alle auf den Tisch kommt - so halten es zumindest die meisten Familien. Kleine Kinder sind aber keine kleinen Erwachsenen und haben einen ganz anderen Nährstoffbedarf, so Ernährungswissenschafterin Eva Unterberger.

Drei von vier Müttern servieren ihren Kleinkindern dasselbe wie sich. Die meisten, nämlich drei Viertel, schauen, dass es den Kids schmeckt. Nur 15 Prozent der befragten Mütter achten bewusst auf den Nährstoffgehalt - so die Ergebnisse einer Studie von Marketagent.com. Das ist nicht genug, sagt Ernährungswissenschafterin Eva Unterberger.

Der Speiseplan der Erwachsenen ist nämlich vor allem eines: zu fett, zu süß und zu salzig. Es ist also nicht verwunderlich, wenn diese Nahrungsmittel für Kinder nicht geeignet sind.


Die Ernährung in den ersten drei Lebensjahren ist entscheidend für eine gesunde Zukunft, wie Ernährungswissenschafterin Eva Unterberger sagt: „Kleinkinder benötigen von manchen Nährstoffen bezogen auf das Körpergewicht bis zu fünf Mal mehr als Erwachsene. Dabei ist ihr Magen etwa nur ein Sechstel so groß und verhält sich größenmäßig etwa wie eine Mandarine zu einer Grapefruit. Daher sollten überwiegend nährstoffreiche Lebensmittel ihren Weg in den Kindermagen finden."

Das Problem: Wer seine Kinder schon früh falsch ernährt, schafft den Grundstein für einen schlechten Stoffwechsel, Übergewicht und Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Herzinfarkt.

Wie sollte der Ernährungsplan der Kids wirklich ausschauen?

Dazu gehören Gemüse, Obst, Vollkorn- sowie Milchprodukte - hin und wieder ergänzt durch ein Stück Fleisch, Fisch oder ein Ei, sagt Unterberger. Süßigkeiten sind ab und zu erlaubt. Allerdings sollte dann der alltägliche Speiseplan ausgewogen gestaltet sein. Dass dem derzeit nicht so ist, zeigt die Studie: Österreich isst zu süß. Der Anteil derer, die zumindest 1 x täglich naschen, verdoppelt sich laut Umfrage zwischen dem ersten und dritten Geburtstag. Parallel dazu sinkt der Verzehr von Obst- und Gemüse.

Also: Lassen Sie Ihr Kind künftig lieber in den Apfel beißenstatt in die Schokolade!

 

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