Rendi-Wagner: "Es sind vor allem die Frauen, die diese Krise stemmen!"

Die SPÖ-Vorsitzende fordert ein Soforthilfepaket für Alleinerziehende sowie eine Überbrückungshilfe, "um akute Notlagen zu verhindern".

Rendi-Wagner fordert Soforthilfe für Alleinerziehende

Beim heutigen Barbara-Prammer-Symposium diskutierte die SPÖ geschlechtergerechte Krisenpolitik unter dem Motto "Für einen feministischen Aufbruch in der Pandemie". Zwar seien viele Frauen im ersten Lockdown als "Heldinnen des Alltags" beklatscht worden – doch hätte sich an ihrer Bezahlung und den Arbeitsbedingungen seither kaum etwas verbessert, so SPÖ-Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner. Ein wichtiges Thema sei die Care-Arbeit, denn: Jede zweite Frau leistet in der Corona-Krise noch mehr Pflegearbeit für Angehörige.

Soforthilfe für Alleinerzieherinnen

"Es sind vor allem Frauen, die seit fast einem Jahr diese Krise stemmen!", betont die SPÖ-Vorsitzende. Auch im Privaten würden vor allem Frauen die Last tragen: "In den meisten Familien sind es die Frauen, die rund um die Uhr Arbeit, Kinderbetreuung, Homeschooling, die Pflege Angehöriger und den Haushalt bewältigen. Am schwierigsten ist die Situation für alleinerziehende Mütter - jede zweite von ihnen ist armutsgefährdet." Die SPÖ fordert aus diesem Grund ein Soforthilfepaket für Alleinerziehende und eine Überbrückungshilfe, um akute Notlagen zu verhindern.

Natürlich müsse auch die Schließung der Lohnschere endlich verwirklicht werden. Um die Kosten für diese Krise zu bewältigen will die SPÖ einen Beitrag von Millionenvermögen und Online-Konzernen.

Heinisch-Hosek: "Wir müssen die Frauen im Fokus haben, denn sie können teilweise nicht mehr"

Der Fokus der Politik müsse insbesondere auf jenen Frauen liegen, "die alleine mit ihren Kindern leben, die Distance Learning mit ihnen machen, dann vielleicht noch in der Nacht arbeiten müssen, wenn die Kinder schlafen. Diese Frauen sind am Limit und sie sind wütend", so SPÖ-Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. Sie kritisiert, dass die Krisenpolitik bisher eine rein männliche, mit erhobenem Zeigefinger und ohne jegliche frauenpolitische Ansage war. "Wir haben im Parlament schon vieles erreicht. Und wir werden die Regierung weiter treiben, etwa hinsichtlich der Frage, wer die Kosten für diese Krise trägt“, betonte Heinisch-Hosek. "Genau jetzt müssen wir die Frauen im Fokus haben, denn sie können teilweise nicht mehr."

 

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