Reizüberflutung

Ob im Beruf oder daheim: Wir haben immer alle Hände voll zu tun. Multitasking lautet die Lösung für viele. Nebenbei wird das Radio auf laut geschaltet und am besten noch telefoniert. Wer sich nie oder viel zu selten Ruhe gönnt, riskiert schlimme Folgen: Reizüberflutung bishin zum Burnout.

Telefonhörer zwischen Ohr und Schulter geklemmt, die Finger auf der Tastatur, die Augen auf den Bildschirm gerichtet und im Hintergrund das Gedudel des Radios. Daneben steht der Joghurt, von dem man alle halbe Stunde einen Löffel isst, wenn man wieder mal dazu kommt. Und auf dem Tisch stapelt sich bereits der Papierkram, der auf jeden Fall vor Feierabend erledigt sein sollte. Die To-Do-Liste, die am Bildschirmrand klebt, schaut auch schon ganz grimmig. Klingt stressig? So sieht der Alltag vieler im Büro aus.

Multitasking: Alles auf einmal

Das Credo scheint zu lauten: "Wer stehen bleibt, verliert." Man ist also ständig dabei, etwas zu erledigen, am besten mehreres gleichzeitig. Multitasking heißt das Ganze. Doch beim Versuch, möglichst viel aufeinmal zu managen geht etwas wichtiges verloren: Ruhe und Konzentration.

Als wäre das nicht schon genug Herausforderung fürs Hirn, wird es zudem ununterbrochen von Musik aus Radio und iPod, bunter und möglichst auffälliger Werbung und allerhand moderner Technik beschallt.

In Kombination mit der Leistungsgesellschaft, die Multitasking und die "so viel, so schnell wie möglich"-Mentalität fordert und fördert, ist es kaum verwunderlich: Immer mehr Menschen leiden unter einem Burnout-Syndrom. Das Gehirn kapituliert unter der ständigen und pausenlosen Belastung. Anzeichen sind Schlafstörungen, innere Unruhe und Anspannung.

Ruhe und Konzentration statt Hektik

Statt mit Burnout in der Klinik zu landen, kann man sich rechtzeitig im Alltag gegen Stress und für ein vernünftiges Maß an Ruhe und Konzentration entscheiden. Will heißen: Das machen, was man gerade macht. Und nicht tausend Dinge nebenbei bzw. auf einmal. Bewusst eine Sache nach der anderen abhaken. Und sich ab und zu eine richtige Pause gönnen, die Augen schließen und: einfach mal die Ruhe genießen. Sie werden sehen: Man braucht nicht ständig Musik im Hintergrund und auch nicht ständig etwas in der Hand. Und bald schon hören sie nur noch eins: Ihren Kopf und Körper aufatmen. Mit frischer Energie geht es wieder ans Werk.

*Schlafstörungen

*Innere Unruhe/Hyperaktivität

*Verleugnung eigener Bedürfnisse

*Keine Lust auf Unternehmungen

*Engegefühl in der Brust

*Depression und Antriebslosigkeit

*Hoffnungslosigkeit

*Konzentrationsschwierigkeiten

*Müdigkeit und Abgeschlagenheit
*Musik auch mal abschalten

*immer nur eine Sache auf einmal machen

*sich Zeit nehmen

*oft Pausen einlegen

*nicht nebenbei snacken, sondern in Ruhe essen

*nicht zuviel über später grübeln: Im Hier und Jetzt leben
 

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