Reiseführer adé?

Flug gebucht, Hotel reserviert: Für viele ist die einzige weitere Reisevorbereitung schließlich das Kofferpacken am Tag vorher. Doch auch aus dem Reisen lässt sich mittels Reiseführer und Informationsliteratur eine wahre Wissenschaft machen. Ist das sinnvoll oder übertriebener Aufwand?

Neues Land, neue Stadt, Faszination. Man ist frohen Mutes und möchte nur noch eines: einfach der Nase nach durch die fremden Straßen und Gässchen laufen und schaun, was da so kommt. Wäre da nicht dieser jemand an unserer Seite, der die Nase nur hin und wieder aus dem wohl behütet in Plastikfolie eingepacktem Reiseführer hebt. Und dann auch nur um zu fragen: "Kannst du das lesen, was da auf dem Straßenschild steht?" Es gibt viele Wege, die man gehen könnte. Und sie alle lassen sich auf der mitgeführten Karte akribisch mitverfolgen und vorausplanen. Doch ist das wirklich notwendig?

Jein. Es gibt Situationen, in denen Wissen not tut. Zum Beispiel, welche Gegenden man eher meiden sollte. Auch geben Reiseführer oft andere wertvolle Sicherheits- und Hygienetipps. Ob es dabei um Diebstahl oder auf der Straße angebotene scheinbare "Köstlichkeiten" geht: Vollkommen ohne Info ist man oft einfach aufgeschmissen. Mit dem eigenen Instinkt bzw. der Menschenkenntnis ist es nämlich leider, grad in fremden Ländern, nicht so weit her, wie man immer dachte.

Das Wichtigste übers Gastland wissen

Hinzu kommen wichtige Kulturunterschiede. Grundkenntnisse, Gepflogenheiten, Ernährung, Religion und zumindest ein paar Brocken der Landessprache zeugen von Respekt gegenüber dem Gastland. Auf welche Tipps man dabei achtet, sollte jedoch wohl überlegt sein. Die Reiseführerserie Lonely Planet ist authentisch und empfehlenswert. Ratschläge von Leuten, die wirklich dort waren oder sogar dort leben, respektive gelebt haben: noch besser.

Auch findet man in Reiseführern gute Tipps zu Restaurants, Nachtleben, Hotels, Märkten etc. Ob diese allerdings immer topaktuell und nicht aus reinen kommerziellen Beziehungsgründen dort stehen, weiß man nie so genau. Tipp: Im Internet gibt es oft die besseren, weil tatsächlich von anderen Urlaubern verfassten Bewertungen und Empfehlungen.

Frei und ungebunden

Der Rest ist wohl Geschmackssache. Klar sollte man sich nicht verlaufen. Doch den Charme des Urlaubs macht doch letztlich die Frei- und Ungebundenheit aus. Einfach mal dahin gehen, wo es einen gerade freut und sich dort niederlassen, wo die Sonne schön hinscheint. Ab und zu ein Blick auf die Karte kann nicht schaden, doch sollte man sich doch mal kurzzeitig verirren: Man hat ja Zeit. Und sieht so vielleicht noch ganz andere interessante Orte.

Egal ob Orientierung, Kultur oder Umgang mit Menschen: Mit einer gesunden Portion Intuition und Spontanität läuft man auf der Sonnenseite und erlebt die spannendsten Sachen.

Vorteile:
Infos zu Kultur
Sprachkenntnisse
Orientierung wenn nötig
Sicherheitstipps
Hygienetipps

Jedoch nicht vergessen:
Spaß haben und die Seele baumeln lassen!
 

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