Regierung will Radiosender FM4 angeblich schließen

Die angeblichen Pläne soll eine verlässliche Quelle gegenüber dem "Falter" bestätigt haben.

Wie "Falter"-Chefredakteur Florian Klenk, unter Berufung auf "vertrauliche Informationen", berichtet, wurde im Rahmen eines Treffens am Künglberg am Freitag die Existenz des Senders überraschend in Frage gestellt. Eigentliches Thema des Meetings soll die Umsiedelung des FM4-Studios auf den Künglberg gewesen sein. "Im Zuge dessen wurden die Maßnahmen infrage gestellt, da laut Regierung FM4 2019 eingestellt werden soll. Offizielle Begründung: Nichterfüllung des Bildungsauftrags. Teilnehmer unter anderem Wrabetz, Pius Strobl, Monika Eigensperger", so der/die InformantIn im "Falter".

Anwesend waren neben ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, auch ORF-Manager Pius Strobl und Radio-Chefin Monika Eigensperger.

Chefetage dementiert

Auf Falter-Nachfrage wurden die vermeintlichen Pläne von allen drei EntscheidungsträgerInnen dementiert. Norbert Steger, Teil des ORF-Stiftungsrats für die FPÖ, gab sich laut der Stadtzeitung auf Nachfrage allerdings "kryptisch" im Bezug auf diese Pläne, eine Einstellung von FM4 sei " rein theoretisch denkbar" (mehr dazu im Bericht hier).

Auf dem Kurznachrichtendienst "Twitter" machte sich kurz nach der Veröffentlichung dieser Informationen Fassungslosigkeit breit. Viele NutzerInnen ärgerten sich über die angeblichen Pläne und wunderten sich über die vermeintliche Begründung, nachdem der Sender den "Bildungsauftrag nicht erfülle".

Über FM4

Der Radiosender FM4 wurde vor 23 Jahren als ORF-"Jugend"-Radiosender gegründet. Neben der Zusammenarbeit und Förderung junger, österreichischer KünstlerInnen (Bilderbuch, Wanda oder Leyya wurden durch den Sender bekannt), ist der Sender für seine politische Berichterstattung (meist in englischer, teilweise in deutscher und französischer Sprache) bekannt geworden.

Der "Falter" bezeichnet FM4 als "essentiellen Teil einer österreichischen Gegenöffentlichkeit".

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