Regenbogenpresse bekommt ein „Fuck Off“ für Frage nach Gewicht

Anhand der Berichterstattung rund um die britische Politikerin Liz Kendall kann man immer wieder die unterschiedliche Behandlung von Männern und Frauen beobachten. Von der Daily Mail wurde sie nach ihrem Outfit und ihrem Gewicht gefragt.

Wir müssen wirklich sagen, Liz Kendall wird uns immer sympathischer. Sie muss mit allerhand Schikane in der britischen Presse umgehen, aber sie schlägt sich wacker und mausert sich zu einer der beliebtesten Politikerinnen in Groß Britannien rund um die Wahl zur Labour-Spitzenkandidatur im Herbst.

Noch vor 2 Wochen musste sie damit umgehen, dass sie auf ihre Kinderlosigkeit reduziert wurde und auf die Frage eingehen, ob sie deswegen eine schlechtere Politikerin sei.

In einem neuen Artikel in der Daily Mail wird lang und breit auf ihr Outfit und ihre Fitnessroutine eingegangen. Immer wieder vergleicht der Journalist sie mit Herzogin Kate und erwähnt, dass sie die gleichen Modelabels gut finden. Er reduziert sie auf ihr Aussehen und fragt auch noch einmal nach, ob sie Kinder bekommen möchte.

Als er schlussendlich nach ihrem Gewicht fragt, wird es ihr zu blöd.

"Kendall maintains her lithe figure by jogging 20 miles a week. On Saturday nights she loves to dance to rap music at discos with friends...


Her jacket, navy blue ‘vest’ and trousers are from Reiss. L.K. Bennett and Reiss are two of the Duchess of Cambridge’s favourite fashion brands – and slinky brunette Liz, or Elizabeth Louise, to give her full Royal-sounding Christian names, looks as good in them as slinky brunette Kate. In fact she looks the same weight as the Duchess – about 8st – though when I ask she slaps me down with a raucous ‘f*** off!’, adding quickly: ‘Don’t print that.’"

Nicht nur reduziert er sie wiederkehrend auf ihr Aussehen, er ignoriert auch ihren Wunsch, ihre absolut nachvollziehbare Reaktion nicht abzudrucken. Die britische Regenbogenpresse ist bekannt dafür, Grenzen zu überschreiten und für eine skandalöse Geschichte alles zu drucken. Aber hier werden wieder einmal Doppelstandards klar ersichtlich: Würde er sich jemals trauen, einen Mann zu fragen, wie viel er wiegt? Wann er vor hat, Kinder zu bekommen? Zurecht regt sich Kendall im obigen BBC-Interview auf.

 

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