Räuchern am Grill

Der neueste Trend in Sachen Outdoor-Kochen? Räuchern am Grill! Wir zeigen Ihnen, was Sie dafür benötigen und warum Sie auf diesem Weg völlig neue Geschmackserlebnisse erwarten. Plus: Tipps zum gesunden Grillen.

Räucher-Zubehör

Der Räucher-Grill-Trend aus den USA hat auch Österreich erreicht. Alles, was Sie dafür benötigen, ist ein herkömmlicher Grill (Holzkohle oder Gas) sowie hölzerne Räucherchips oder -späne, die im gut sortierten Baumarkt zu finden sind. Wer regelmäßig räuchern möchte, kann sich auch einen speziellen Rauchgriller zulegen.

Richtige Holzauswahl

Die Chips sind in verschiedenen Sorten wie Birke, Erle oder Apfelholz sowie als Mix erhältlich, der auf das jeweilige Grillgut (Fisch, Fleisch, Geflügel) abgestimmt ist. Verwenden Sie nur dafür vorgesehene Räucherchips, selbstgesammelte Rinden oder Hölzer sollten keinesfalls für das Räuchern am Grill verwendet werden.

Welche Hölzer passen zu welcher Fleischsorte?

  • Apfelholz: Fisch, Geflügel
  • Birke: Fisch, Geflügel, Fleisch
  • Eiche: Fisch, Fleisch, Geflügel
  • Erle: Fisch, Geflügel, Schwein
  • Hickory: Fisch, Geflügel, Fleisch
  • Kirsche: Fisch, Fleisch, Geflügel
  • Mesquite: Fisch, Fleisch, Geflügel, Gemüse
  • Pflaume: Rind
  • Walnuss: Rind

Schritt-für-Schritt

Und so geht's: Räucherchips nach Packungsanleitung in Wasser einweichen, abtropfen lassen und direkt in die Glut (Holzkohlegrill) legen oder in eine entsprechende Grillschale, die mit Alufolie umwickeln und Löcher einstechen (Gasgrill).

Grillgut auf Grillrost legen, Grill nach Möglichkeit schließen, Lüftungsschlitze öffnen und höchstens bis zur Hälfte der Garzeit räuchern. Für die übrige Grillzeit sollten die Räucherchips entfernt werden, um einen zu intensiven Geschmack zu vermeiden. Die Grillschale kann übrigens auch auf dem Holzkohlegrill verwendet werden und sorgt dafür, dass der Rauch länger anhält.

Noch einfacher funktioniert das „Räuchern" mit Räucheröl, das zum Aromatisieren einfach auf das Grillgut aufgetragen wird.

Gesund grillen? Worauf Sie beim Grillen unbedingt achten sollten, lesen Sie auf Seite 2!

Gesund grillen

Darf ich wirklich nicht das Schwarzverkohlte essen? So ein angeröstetes Stück schmeckt ja doppelt lecker.
Auf keinen Fall essen! Hier haben sich sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe gebildet, und die sind krebserregend. Merke: Braun darf man essen, schwarz nicht.
Notfalls die verkohlten Stellen großzügig wegschneiden.

Darf ich schon einmal Gegrilltes, das ein paar Stunden auf der Platte in der Sonne lag, noch einmal auf den Grill packen und dann essen?
Fleisch gehört grundsätzlich in den Kühlschrank, wobei rohes Fleisch schneller verdirbt als zubereitetes Fleisch. Wenn es schon einmal durch gekocht ist, kann zwar nicht viel passieren, Sie vergiften sich also nicht. Geschmacklich wird das Fleisch von zweimal grillen aber nicht besser, sondern trockener. Was Sie in jedem Fall entsorgen müssen, ist Fischiges wie Räucherlachs oder Thunfisch in einer offenen Dose - die sind nach zwei Stunden in der Sonne giftig!

Wenn ich Gemüse grille, sind dann alle Vitamine drin verbrannt?
Hitzeempfindliche Vitamine wie B1 und Vitamin C werden tatsächlich zerstört. Der Mineralstoffgehalt bleibt bei Hitzeeinwirkung allerdings unverändert.


Worauf soll ich sonst noch achten, wenn ich gesund grillen will?
Fleisch darf nicht direkt mit der Flamme in Berührung kommen, weil sich dann krebserregende Stoffe bilden. Wichtig: Immer auf der Grilltasse grillen! Wer das Fleisch selbst mariniert, muss sich auch keine Gedanken über die Inhaltstoffe der Marinade machen - und beim Grillfleisch spielt die Herkunft natürlich eine Rolle. Besser Bio!

 

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