Rain von Marc Jacobs im Test

Here comes the Rain again. Wenn ein limitiertes Parfüm dreimal neu aufgelegt wird, muss das wohl einen Grund haben.

Rain von Mark Jacobs ist kein neuer Duft. Es gab ihn schon 2006 und dann noch mal 2012. Beide Male als limitierte Versionen. Und jedesmal wenn der Unisexduft ausverkauft war, wurde er danach um das Dreifache des Kaufpreises bei Ebay verscherbelt. Offenbar hat er eine hartnäckige Fangemeinde.

Das mag mitnichten daran liegen, dass vor allem in der amerikanischen Kultur ein Mann, der frisch riecht, als besonders sexy wahrgenommen wird, während Europäer männliche Sinnlichkeit eher mit warmen würzigen Noten verbinden. Chris Colfer aus Glee soll Rain angeblich auch lieben.

Regen riecht natürlich nach nichts, aber dank des Chemiekastens von Parfümeur Laurent Le Guernec hat Rain diese typisch wässrig frische, metallisch kühle Anmutung. Das verdankt er dem chemischen Duftmolekül Colone (Methylbenzodioxepinone), das an eine frische Meeresbrise erinnert und schon seit den 90ern duftmäßig Salz auf unsere Haut bringt. So z.B. in L'eau d'Issey pour homme (I. Miyake 1994) oder Polo Sport Woman (R. Lauren 1996). Die angeblich in Rain enthaltenen Erdbeeraromen, die kein Mensch braucht, riecht man zum Glück nicht.

Fazit: Ein dezenter unaufdringlicher Sommerduft für Männer und Frauen, der zwar nicht lange hält, aber der trotzdem besonders ist und den auch nicht jeder hat. Abzüge gibt’s für die mäßige Haltbarkeit.

**** Sterne

Marc Jacobc Rain Eau de Toilette, 100ml, € 55,–.

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