Radieschen

Achtung, Achtung! Das Sommerradieschen ist da! Knackig, scharf und wohlgeformt – so verführerisch wie es klingt, schmeckt es auch. Noch dazu gesund, einfach zuzubereiten und selbst anzubauen, ist das Radieschen unser Topgemüse der Woche!

Wem wir das Radieschen zu verdanken haben, weiß man nicht so genau. Vermutlich stammt es ursprünglich aus dem asiatischen Raum (China, Naher Osten). Den Weg in unsere Gärten und Speisen schaffte das rosarote Gemüse im 16. Jahrhundert über die französische Küche, von wo aus sich das Radieschen langsam in Europa ausbreitete. Seinen deutschen Namen erhielt es übrigens in Anlehnung an die lateinische Bezeichnung „radix" für Wurzel.

Ganz egal, wo das Radieschen herkommt, wir können froh sein, dass es den Weg zu uns gefunden hat, denn das knackige Gemüse schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch sehr gesund. Radieschen sind die Spitzenreiter unter den Gemüsearten, was den Salicylsäuregehalt anbelangt, jene Säure, die auch bei schmerzstillenden Arzneistoffen, wie Kopfschmerzmittel, verwendet wird. 100 g Radieschen enthalten rund 1, 24 mg. Auch beinhalten sie eine beachtliche Menge an Vitamin C, Kalium, Eisen und Calcium.

Ihr typisches, leicht bis stark scharfes Aroma erhalten Radieschen durch schwefelartige Senföle, die sich unterhalb der Schale befinden. Diese wirken sich nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf unsere Gesundheit aus, indem sie eine harntreibende, verdauungsfördernde und antibakterielle Wirkung haben. Durch die positiven Auswirkungen auf unsere Atmungsorgane wird der Verzehr von Radieschen auch bei Atemwegsbeschwerden wie Asthma und Bronchitis empfohlen.

Zu den schönsten Kindheitserinnerungen zählt das saftige Butterbrot mit einer ordentlichen Portion Radieschen frisch aus dem Garten. Doch nicht nur roh am Brot schmeckt das Radieschen herrlich erfrischend. Was man sonst noch so alles mit dem knackigen Gemüse anstellen kann, verraten unsere Radieschen-Rezepte. Ein Blick darauf lohnt sich garantiert, oder haben Sie gewusst, dass sich Radieschen auch hervorragend für einen sommerlichen Smoothie eignen?

Radieschen ist nicht gleich Radieschen! Grundsätzlich unterscheidet man zwischen frühen Sorten, die bereits im Frühjahr geerntet werden können und dem Sommerradieschen. Auch sind nicht alle Radieschen rosarot bzw. rot. Die Farbpalette reicht von weiß bis violett, es gibt sowohl runde als auch eher längliche Formen. Das Fleisch der Radieschen im Inneren ist aber bei allen Sorten ähnlich weiß. Die weiße Sorte der Radieschen wird "Eiszapfen" genannt und ähnelt in ihrer länglichen Form eher der Karotte als dem Radieschen.
Wenn kein Gemüsegarten zur Verfügung steht, können Radieschen auch im Blumentopf angebaut werden. Dafür den Topf mit Garten- und Blumenerde auffüllen, ein paar Samenkörner in die Erde geben und regelmäßig gießen. Bereits nach wenigen Tagen sollten die ersten Keimblätter zu sehen sein, innerhalb von einem Monat können die ersten Radieschen geerntet werden.
 

Aktuell