Rabenmutter?

Typisch weiblich - oder haben Sie schon einmal von Rabenvätern gehört?

Seit jeher und bis in die Gegenwart ist Kindererziehung (vorwiegend) Frauensache - eine Tatsache, die alleine durch die verschwindende Anzahl jener Männer unterstrichen wird, die heute in Karenz geht. Die Gründe für diese fehlende männliche Beteiligung an der karenzierten Kinderbetreuung mögen vielschichtiger sein, als Väter einfach nur als Erziehungsmuffel abzustempeln. Aber Fakt bleibt: Die Vereinbarkeit von Job und Familie liegt in Frauenhänden.

Als wäre diese Aufgabe nicht ohnehin schwierig genug, wurden Frauen von der Gesellschaft über Jahre hinweg zu Rabenmüttern stilisiert, wenn sie neben ihren Mutterfreuden auch noch Erfolg im Berufsleben wollten und ihre Kinder (früher) in die Obsorge anderer gaben - sei es zu den Großeltern oder in Kinderkrippen bzw. -gärten. Das Damoklesschwert der Vernachlässigung schwebt bis heute über Müttern, die viel Zeit in die eigene Karriere invistieren und nicht wenige betroffene Frauen haben deswegen ein schlechtes Gewissen ihren Kindern gegenüber.

Ein Mythos ohne Fakten
Verschiedene Untersuchungen haben aber mittlerweile gezeigt, dass sich der Nachwuchs berufstätiger Frauen im Vergleich zu den Kindern nicht arbeitender Mütter kein bisschen schlechter entwickelt. Die meisten Frauen kompensieren die geringere Zeit, die sie mit ihren Kindern verbringen können, durch mehr Aufmerksamkeit in den Phasen, in denen sie zusammen sind.


 

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