Produkt von L'Oréal führte in USA zu Haarausfall - nun droht Sammelklage

Ein Glättungsprodukt führte bei amerikanischen Frauen teilweise zu ungewünschten Hautverletzungen. Nun fordern diese Schadensersatz.

Der französische Kosmetikriese "L'Oréal" sieht sich dieser Tage mit einer großen Sammelklage aus den USA konfrontiert: Ein Glättungsprodukt der Marke "Softsheen Carson Optimum" führte bei einer Reihe an Frauen zu "verstörenden und besorgniserregenden Verletzungen wie Haarausfall, Blasen und Verbrennungen" wie es in der Klageschrift heißt.

Keine natürlichen Zutaten sondern Gift

Die Glättungscreme namens "Amla Legend Relaxer Kit" war besonders bei afroamerikanischen Kundinnen sehr beliebt. Sie versprach glattes, "volles und seidiges" Haar - doch nach der Behandlung folgte bei vielen Kundinnen das Entsetzen.

Angeblich soll "L'Oréal" von den giftigen Substanzen im Produkt gewusst haben. In der Klageschrift ist gar von einer "gefährlichen Mischung aus stark reizenden und potenziell giftigen Mitteln" die Rede.

L'Oréal kommentiert Klage (noch) nicht

Nun haben sich bereits über 100.000 Betroffene einer Sammel-Klage angeschlossen, wie Anwalt Ben Meiselas in einem Statement erklärt. Sie fordern nun 5 Mio. Dollar Entschädigung vom Konzern. Der Anwalt hofft, dass es zu einem Vergleich zwischen den Betroffenen und dem Konzern kommt.

"L'Oréal" möchte laufende Klagen derzeit nicht kommentieren. Fakt ist, dass es sich bei Glättungsmitteln nicht um dekorative Kosmetik sondern "technische Produkte" handelt, die nur mit Gebrauchanleitung verwendet werden dürfen.

 

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