"Primark"-KundInnen sollen Kleidung gleich in den Müll werfen

Mit einer Protestaktion machen Geschäfte in Stuttgart auf die Neueröffnung einer "Primark"-Filiale aufmerksam.

Die Billigkette "Primark" steht erneut unter Kritik: Weil der Konzern am Dienstag eine Filiale in Stuttgart eröffnet, organisieren die benachbarten Geschäfte eine Protestaktion. Im Mittelpunkt steht dabei: ein Mistkübel.

Die Stuttgarter Einkaufsstraße Königstraße sieht die Neueröffnung nämlich mehr als kritisch. Obwohl viele "Primark"-Fans schon lange auf die Eröffnung warten, stellen die GegnerInnen einen Mistkübel vor das Geschäft, in den KundInnen ihre Kleidung gleich wieder hineinwerfen können. Die Botschaft: "Primark in die Tonne".

Die Aktion findet großen Zuspruch auf Facebook, und sie dient sogar einem guten Zweck: Die weggeworfene Kleidung geht an Bedürftige. Außerdem verspricht das "Kaufhaus Mitte" für jedes weggeworfene Stück den Kaufpreis an eine wohltätige Organisation zu spenden. Das Kaufhaus ist schon lange Gegner der Verbreitung von Großketten: "Die Königstrasse ist die längste Einkaufs-Fußgängerzone Europas. Auf 1,2km bekommt man Shopping und Kultur pur. Und für uns zählt sie auch zu den Schönsten. Wenn da nicht diese ganzen Großketten wären. Sarah, M&M, demnächst ein Breimark. Sowas macht eine Innenstadt für seine Bürger unattraktiv. Das hat weder mit Innovation noch mit Fortschritt zu tun", heißt es auf der Homepage.

 

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