Powernapping

Gerade um die Mittagszeit fallen viele in ein Leistungstief, man wird schläfrig und die Konzentration lässt nacht. Genau die richtige Zeit kurz die Augen zu schließen und neue Kraft zu tanken. Wir verraten wie es geht.

Viele denken daran, aber nur wenige tun es: Powernapping. Während ein Mittagsschläfchen in Japan und China zur Normalität gehört, steht die Siesta in vielen Ländern Südeuropas für eine entspannte Auszeit von der Hitze. In Österreich spricht man viel eher von einem kurzen Mittagsschläfchen oder einem Nickerchen, jedoch nicht am Arbeitsplatz. Aber auch hierzulande entwickelt sich der Trend hin zum Powernap im Büro, da immer mehr Studien beweisen, dass die Wirkung einer halben Stunde Schlaf alles andere als einschläfernd ist: Powernapping am Mittag bringt 100 Prozent mehr Konzentration.

Viele übermannt täglich um die Mittagszeit eine Schwere und Müdigkeit, die ein konzentriertes Weiterarbeiten behindert. Wenn wir dann noch unser Mittagessen verdauen, geht die Energie komplett flöten. Power Napping folgt also unserem natürlichen Bedürfnis nach einer Pause. Viele Mitteleuropäer kämpfen bis ans Ende des Lebens gegen die Mittagsmüdigkeit an. Denn wer in unseren Breiten lebt, darf meist keine Schwäche zeigen und muss wach bleiben.

Was ist Powernapping und wie funktioniert es?

Der englische Begriff „power nap" bringt es auf den Punkt: Es ein Kurzschlaf, der die Power, also die Energie zurück bringt. Nur 10 bis 15 Minuten schlafen reicht völlig, mehr als 30 Minuten sind aber schon kontraproduktiv, weil dann die Tiefschlafphase einsetzt und man nur schlecht wieder in Schwung kommt. Schlafen können Sie auf dem Bürostuhl zurückgelehnt, oder mit dem Kopf auf dem Tisch (möglicherweise mit einem Polster oder dem eigenen Arm stützen) oder im Idealfall auf einer Couch in Ihrem Büro.

Vergessen Sie dabei nicht, dafür zu sorgen, dass Sie auch pünktlich nach ca. 30 Minuten wieder aufwachen. Stellen Sie sich entweder den Wecker oder lassen Sie sich von einem Kollegen wecken. Es gibt jedoch auch andere Tricks, die aber nicht immer dafür sorgen, dass Sie wirklich aufwachen: Halten Sie einen Schlüsselbund oder einen Apfel in der Hand - sobald Sie in den Tiefschlaf fallen lockert sich Ihre Hand und Ihnen fällt der Gegenstand runter und weckt Sie somit. Manche trinken auch kurz vor dem Schlafen eine Tasse Kaffee, dass wenn dieser nach einer halben Stunde anfängt zu wirken, sie leichter aufwachen können.

Welche Vorteile bringt ein Powernap?

Das kurze Schläfchen zwischendurch wurde in zahlreichen Studien untersucht. Diese Erkenntnisse gelten als bewiesen:

  • Es wirkt sich positiv auf das Kurzzeitgedächtnis aus.
  • Es steigert die Leistung um 100 Prozent.
  • Es reduziert das Gewicht: Denn müde Menschen haben einen größeren Appetit auf fette und süße Lebensmittel.
  • Es schützt vor Herzkrankheiten: Wenn Sie drei Mal wöchentlich mittags eine halbe Stunde schlafen, können Sie Ihr Herzinfarktrisiko um 37 Prozent senken.
  • Es macht gute Laune: Wer wenig geschlafen hat, ist schnell gereizt. Ein Schläfchen steigert die Konzentration von Serotonin im Blut.
  • Es beugt Erschöpfungszuständen vor.
Der Begriff "Powernapping" kommt aus dem Englischen (power = Kraft, nap = Nickerchen).
 

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