Porträt: Livia Firth

Als Livia Giuggioli geboren, ist die heute 43-Jährige weitaus mehr als die Frau an Colin Firths Seite. Die gebürtige Italienerin heiratete 1997 den Oscar-prämierten Schauspieler und geht lieber ihren eigenen Karriereweg. Ihr Ziel: Mehr Aufmerksamkeit für nachhaltigen Schmuck und ethisch faire Mode.

Seit 2007 führt Livia Firth zusammen mit ihrem Bruder Nicola Giuggioli den Eco Age Shop in London und hat ihr Leben nachhaltigen Produkten gewidmet. Als Beraterin für die (Lifestyle)-Industrie unterwegs, zählten bisher Luxuslabels wie Dolce&Gabbana und Gucci zu ihren Kunden. Aktuell ist die 43-jährige, zweifache Mutter für die Optimierung der Produktionskette der Genfer Schmuckmanufaktur Chopard zuständig, um diese nachhaltiger und fairer zu gestalten.

Zuerst Mutter, dann Businesswoman

Am 4. September 1964 in Rom geboren, machte sich Livia Giuggioli als italienische Filmproduzentin einen Namen. Am Set der US-Serie "Nostromo" lernte sie den Schauspieler Colin Firth kennen und lieben. Nur ein Jahr später - 1997 - zog Livia von Italien nach England und heiratete den Briten, der sich zuvor einen Namen in Hollywood machte, indem er in Filmen wie "Circle of Friends" und "Der englische Patient" mitspielte. Vor allem ab 2001 wurde der heute 52-jährige zum Frauenschwarm, als er in den "Brigdet Jones"-Filmen den charismatischen Mark Darcy verkörperte. Doch statt sich dem Erfolg und der Fanliebe hinzugeben, widmete sich Colin Firth seiner Ehe mit Livia, 2001 wurde Sohn Luca geboren, 2003 folgte Matteo.

Das grüne Gewissen

Livia Firth für Chopard

Doch die Ehefrau eines Schauspielers und Mutter zu sein waren Livia Firth nicht genug. Sie wählte eine Karriere abseits des roten Teppichs, bleibt aber mit ihrem Unter-nehmen Eco Age trotzdem der Glamour- Welt ver- bunden. Sie setzt ihren Schwerpunkt auf nachhaltige Konzepte mit

Livia Firth mit Kreativ-Direktorin von Chopard,
Caroline Gruosi-Scheufel

Ethik für die Luxusindustrie. Als weiteren Schritt gründete Livia Firth im Jänner 2010 die Initiative "Green Carpet Challenge", nachdem sie sich eine Saison lang mit Fashion aus rein nachhaltigen Materialien auf den internationalen roten Teppichen präsentierte. DesignerInnen wie Stella McCartney nahmen die Herausforderung an und kreierten für Stars und anderen KundInnen ethisch korrekte Mode sowie Accessoires mit Stil und Verantwortung, die sie sogar als ganze Kollektionen umsetzten. Traditionsmarken können ihrem Image treu bleiben und doch modern werden, indem sie ihr grünes Gewissen einfliessen lassen.

Die Kriterien: eine transparente Produktionskette (wie z.B. aktuell beim Chopard-Projekt "The Journey") sowie die Herkunft aller Materialien ist nachverfolgbar - diese beinhalten weder Pestizide noch umweltfeindliche Produktionen wie Regenwaldabholzung. Außerdem müssen die Produkte - egal ob Mode oder Schmuck - den kleinstmöglichen ökologischen Fußabdruck nachweisen können. Livia Firth hat mit ihren Gedanken über Nachhaltigkeit und Ethik einen wunden Punkt der Luxusindustrie getroffen und arbeitet als Vorreiterin zusammen mit den Unternehmen am Puls der Zeit - und für eine grünere Zukunft.

 

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