Pornhub will jetzt Bienen retten

Mit Bienen-Pornos will die Pornowebseite gegen das Bienensterben ankämpfen. Für jeden Klick im „Beesexual“-Kanal wird zugunsten des Schutzes von Bienen gespendet.

Biene bei der Bestäubung

Immer mehr Marken hängen sich (zumindest in Sachen Marketing) gerne den grünen Deckmantel um und versuchen ihre Produkte möglichst „grün“ und klimafreundlich anzupreisen. Wer denkt, dass sich die Strategie nicht auch auf Pornowebseiten ummünzen lässt, dem beweist Pornhub das Gegenteil.

Bienen-Pornos gegen das Bienensterben

In der Vergangenheit hat Pornhub immer wieder mit schrägen Marketingaktionen für Aufstehen gesorgt – etwa als alle BewohnerInnen von Dörfern mit obszönen Namen (wie „Fucking“ in Oberösterreich) gratis Premium-Zugänge zu der Plattform erhielten. Auch die aktuelle Kampagne der Pornowebseite wirkt auf den ersten Blick absurd – verfolgt aber einen guten Zweck: Vom Aussterben bedrohte Bienen sollen geschützt werden. Wie das gelingt? Mit der Kategorie „Beesexual“, die sich auf der Webseite ganz unscheinbar neben Kanälen wie „Lesbian“, „Milf“ oder „Threesome“ einreiht. Im „Beesexual“-Channel, der eben ein Wortspiel aus „bisexual“ und „bee“ darstellen soll, sind dann Videos zu sehen, die Bienen bei der Bestäubung zeigen. Klingt langweilig? Pornhub hat deshalb einige der bekanntesten Pornostars zum Mikrofon gebeten. PornodarstellerInnen wie Julia Ann, Daya Knight, Olivia Austin, Will Pounder, Avery Black und Charlotte Stokely fungieren also als SynchronsprecherInnen für den Dirty-Talk zwischen Bienen und Blumen.

So soll auf die 700 Bienenarten, die alleine in Nordamerika akut vom Aussterben bedroht sind, aufmerksam gemacht werden. Gemeinsam mit der Kreativagentur BETC Paris will die Pornoseite des kanadischen Unternehmens Mindgeek für die Auswirkungen des Bienensterbens Bewusstsein schaffen: Wenn Bienen sterben, sterben auch zahlreiche Pflanzen, die sich nur durch die Bestäubung reproduzieren können. In weiterer Folge wächst rund ein Drittel der Nahrungsmittel, die wir Menschen essen, nur dank der Bienen – oder wie Pornhub das Ganze formuliert: „Der Sex zwischen Bienen und Pflanzen ist lebensnotwendig!“

Pornhub for President

Die Reaktionen auf die außergewöhnliche Kampagne sind durchwegs positiv: Viele NutzerInnen kündigen im Netz an, sich den gesamten Bienen-Porno-Content anzusehen – von Filmchen wie „How to make a flower cum in 3 seconds“ bis zu „Police bee gets rubbed at pistil point“. Schließlich spendet Pornhub für jeden Klick auf den „Beesexual“-Kanal einen nicht genau genannten Betrag an Organisationen wie „Operation Honey Bee“ und „Center for Honeybee Research“.

Gute Sache – finden auch zahlreiche UserInnen. Vor allem unter den Kommentaren des Werbespots auf YouTube ist man sich einig: Würde man die Regierung durch Pornhub austauschen, gäbe es für alle ein „Happy Ending“. ;)

 

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