"Playboy" in Zukunft ohne Nacktfotos

Die Zeit der nackten Frauen im "Playboy" ist vorbei: Wegen der wachsenden Konkurrenz im Internet will das Magazin künftig auf die Nacktfotos verzichten.

Wer früher gesagt hat, er lese den "Playboy" wegen der guten Reportagen und hervorragenden Kommentare, wurde höchstens belächtet. Doch ab Frühjahr 2016 wird dieses Argument tatsächlich Realität: Das Magazin will auf sein Markenzeichen verzichten - und künftig keine Bilder von nackten Frauen mehr zeigen. Das hat Magazin-Chef Scott Flanders in einem Interview mit der "New York Times" bestätigt.

Auch Magazin-Gründer Hugh Hefner sei mit diesem überraschenden Schritt einverstanden. Ab März 2016 soll es soweit dann zwar weiterhin "Playmates des Monats" und "provokante Bilder" von Frauen geben - allerdings keine Aufnahmen mehr, auf denen die Frauen komplett nackt zu sehen seien. Der Grund dafür: die Zeiten hätten sich geändert.

"Heute reicht ein Mausklick, um sich jeden nur vorstellbaren sexuellen Akt im Internet herunterzuladen", sagte der Magazin-Chef. Nacktaufnahmen in Zeitschriften seien damit längst überholt. Nach Schätzungen der Medienorganisation "Alliance for Audited Media" ist die Auflage des Hefts von 5,6 Millionen Exemplaren im Jahr 1975 auf heute 800.000 Stück geschrumpft. Was der Richtungswechsel bringen wird, ist jedoch ungewiss.

 

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