Photoshop-Fail: Zwei Frauen ins Gruppenfoto eines Tech-Treffens retuschiert

Diese FeministInnen sind für so einen Fan des Patriarchats schon ziemlich nervig. Ständig beschweren sie sich über irgendwas und dann kann man nicht mal mehr ein Foto voller Männer posten, ohne dass gleich welche "Wo sind die Frauen?" schreien müssen. (Danke an dieser Stelle an alle Frauen, die unermüdlich laut sind. Wir hören euch!)

"Super" Weg zur Diversity: Frauen nachträglich ins Bild photoshoppen

Das Team des italienischen Star-Designers Brunello Cucinelli wollte sich diese Ungemütlichkeit wohl ersparen, wohlweislich hatte man zu einem Treffen verschiedener Tech-Persönlichkeiten immerhin zwei Frauen eingeladen. Cucinelli hatte das Get-Together mit Führungspersonen aus dem Silicon Valley in einem kleinen italienischen Dorf veranstaltet, darunter waren auch Männern wie Amazon-Gründer Jeff Bezos oder Dropbox-Chef Drew Houston. Ein Gruppenfoto aller TeilnehmerInnen wurde im Männermagazin GQ veröffentlicht. Nur: Das Foto ist nicht echt. Die beiden Frauen wurden in das eigentlich rein männliche Gruppenfoto reinretuschiert.

Die betroffenen Frauen, Lynn Jurich, Chefin des Solarstromunternehmens Sunrun und Ruzwana Bashir, CEO des Reiseanbieters Peek waren bei dem Treffen zwar anwesend, auf das Dude-Gruppenfoto haben sie es aber anscheinend nicht geschafft. Der PR-Manager Cucinellis hatte das Original ohne die beiden Frauen auf seinem Linkedin-Profil gepostet, wie Buzzfeed herausfand.

Photoshop-Fail sei keine Absicht gewesen

Cucinelli entschuldigte sich für die Bearbeitung. Es sei keine böse Absicht dahinter gewesen, man hätte niemandem schaden wollen. Vielmehr habe man nachträglich bemerkt, dass es kein Foto gebe, auf dem alle BesucherInnen zu sehen sind. Jurich und Bashir seien also nachträglich eingefügt worden - beide seien damit einverstanden gewesen.

GQ gibt an, von der Bearbeitung nichts gewusst zu haben. Diese Vorgangsweise würde aber nicht den eigenen Qualitätsstandards entsprechen, aus der Online-Version des Artikels wurde es inzwischen entfernt.

 

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