Philippe Starck designt Düfte, die nach Haut riechen.

Designguru Philippe Starck lanciert drei Düfte die dem Thema Haut gewidmet sind. Martina Parker hat daran geschnuppert.

Der französische Designer Philippe Starck, besitzt laut Eigenaussage weder Handy noch Computer und gilt dennoch oder gerade deshalb als zukunfstweisend und visionär. Egal ob Schuhe, Yachten, Stühle, Motorräder, Hotels, Champagner oder ganz neu Parfüms – seine Kreationen gehen in der Regel weg, wie warme Semmel und werden oft kopiert. Philippe Starck versucht nicht, mit seinen Werken zu provozieren. Er entwirft vor allem verkäufliche Produkte, die im Vergleich mit anderen Designern auch preiswert sind.

Bei seiner ersten Duftkollektion befasst er sich mit dem Thema Haut. Die drei Parfüms Peau de Soie, Peau de Pierre und Peau d’Ailleurs sieht der Stardesigner dabei als eine Art Geruchstatoo, die eine unsichtbare, intime Haut bilden, denn so Starck: „Mit einem Parfum steckt man sein eigenes Territorium ab und schafft einen Raum zwischen sich und seiner Umwelt. “

Kreiert wurden die drei Parfüms von den bekannten Parfümeuren Daphné Bugey, Annick Ménardo und Dominique Ropion, die – und das ist selten im Parfümbiz – auch mit ihren Namen auf der Verpackung stehen. Angeblich hatten die drei bei der Auswahl der teuren Rohstoffe keine finanziellen Limits und absolut freie Hand.

Die kreative Zusammenarbeit fand Philippe Starck als höchst zufriedenstellen: "Die drei Meister ihres Faches haben meine Worte perfekt in drei unterschiedliche, sich ergänzende Düfte übertragen. Kein einziger Fehler ist passiert, es ist alles da. “

PEAU DE SOIE von Dominique Ropion

Peau de Soie setzt auf klassisch weiblichen Duftkomponenten in einem maskulinen Kern. Tatsächlich sind das holzig, animalische Duftnoten eingebettet in einen kuschelweichen süßem Fond. Das Ergebnis ist ein Seelenschmeichler: nett gefällig und absolut tragbar.

PEAU DE PIERRE von Daphné Bugey

Ist das männliches Gegenstück zu Peau de Soie. Ein Männerduft, der Weiblichkeit offenbart. Daphné Bugey setzt zu diesem Zweck intensive hölzerne, fast rauchige Noten ein, Das Ergebnis: Ein maskuliner Duft, der aber auch die weibliche Seite des Mannes zu Schau stellen will.

PEAU D’AILLEURS von Annic Menardo

Ist der abstrakteste und komplizierteste der drei Hautdüfte. Die Duftbeschreibung erwähnt Bernstein, Moschus Hölzer, das Parfum selbst riecht aber überraschend frisch und mineralisch, metallisch. Starcks Anmerkung das Parfüm wäre rätselhaft, undefinierbar, ungreifbar sind insofern absolut zutreffend.

Fazit: Falls Sie jemanden einen der drei neuen Starck Düfte schenken wollen, liegen Sie auf jeden Fall richtig. Die Parfüms sind handwerklich gut gemacht, haben eine gute Haltbarkeit auf der Haut, sind modern, gefällig, extrem tragbar und polarisieren kaum. Echte Starck-Kreationen eben!

Die Kollektion ist ab September 2016 erhältlich.

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