Pflege für Eltern

Sie suchen Infos und Anlaufstellen für Ihre Eltern, die im Alter gepflegt werden müssen? Wir helfen Ihnen weiter!

Die Kostenseite der Pflege

Wer zahlt für 24-Stunden-Pflege sowie Alters- und Pflegeheime?

Neben dem Pflegegeld, der Pension oder Rente wird auch das sonstige Einkommen sowie das verwertbare Vermögen zur Kostendeckung herangezogen. Details wie Restbeträge des Vermögens, die nicht angetastet werden, sind in den Bundesländern aber unterschiedlich geregelt - in Wien sind das etwa € 4.000,-. Wenn Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, kommt meist die Sozialhilfe/Mindestsicherung für den Restbetrag auf - in der Steiermark gibt es als einzigem Bundesland aber den Pflegeregress, mit dem sich das Land noch einen bestimmten Anteil von den unterhaltspflichtigen Kindern holt.

Einer HeimbewohnerIn verbleiben 20 Prozent der Pension/des Einkommens samt Sonderzahlungen sowie € 44,30 Pflegegeld als Taschengeld monatlich.


NEU: Pflegekarenzgeld - Vereinbarkeit Pflege und Beruf als Überbrückungsmaßnahme

Seit 1.1.2014 für ArbeitnehmerInnen, Gemeinde-, Landes- und Bundesbedienstete, Möglichkeit zur Vereinbarung einer Pflegekarenz (bei Entfall des Arbeitsentgeltes) oder Pflegeteilzeit (aliquoter Entfall des Arbeitsentgeltes). Dabei besteht für eine bestimmte Zeit Kündigungsschutz, Rechtsanspruch auf Pflegekarenzgeld und beitragsfreie Kranken- und Pensionsversicherung.

Höhe: Grundbetrag einkommensabhängig - analog Arbeitslosengeld.

Wichtig zu wissen: Der Unterschied zwischen Unterhalts- und Beistandspflicht als Basis für Pflegebeteiligung:

GRUNDSATZ 1. Unterhaltspflicht nach § 234 ABGB.

(1) Das Kind schuldet seinen Eltern und Großeltern unter Berücksichtigung seiner Lebensverhältnisse den Unterhalt, soweit der Unterhaltsberechtigte nicht imstande ist, sich selbst zu erhalten, und sofern er seine Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind nicht gröblich vernachlässigt hat.

(2) Die Unterhaltspflicht der Kinder steht der eines Ehegatten, eines früheren Ehegatten, von Vorfahren und von Nachkommen näheren Grades des Unterhaltsberechtigten im Rang nach. Mehrere Kinder haben den Unterhalt anteilig nach ihren Kräften zu leisten. (Beispiel: Der reiche Bruder muss mehr beitragen als seine durchschnittlich verdienende Schwester).

(3) Der Unterhaltsanspruch eines Eltern- oder Großelternteils mindert sich insoweit, als ihm die Heranziehung des Stammes eigenen Vermögens zumutbar ist. Überdies hat ein Kind nur insoweit Unterhalt zu leisten, als es dadurch bei Berücksichtigung seiner sonstigen Sorgepflichten den eigenen angemessenen Unterhalt nicht gefährdet. (Beispiel: Zwei in Ausbildung stehende Töchter werden natürlich berücksichtigt.).
Familienanwältin Ursula Xell-Skreiner: „Aus dieser Unterhaltspflicht wird auch die Pflicht der Kinder abgeleitet, sich an den Pflegekosten zu beteiligen, wenn der Pflegebedürftige keine Mittel mehr dafür hat - letztlich hängt es aber vom Einzelfall ab."

Parallel dazu besteht die Beistandspflicht:

GRUNDSATZ 2. Beistandspflicht nach § 137 ABGB.
(1) Eltern und Kinder haben einander beizustehen und mit Achtung zu begegnen. Die Rechte und Pflichten des Vaters und der Mutter sind, soweit nichts Anderes bestimmt ist, gleich.


(2) Eltern haben das Wohl ihrer minderjährigen Kinder zu fördern, ihnen Fürsorge, Geborgenheit und eine sorgfältige Erziehung zu gewähren. Die Anwendung jeglicher Gewalt und die Zufügung körperlichen oder seelischen Leides sind unzulässig. Soweit tunlich und möglich sollen die Eltern die Obsorge einvernehmlich wahrnehmen.

Adressen und Anlaufstellen finden Sie auf Seite 2...

Pflegetelefon

0800/20 16 22
pflegetelefon@bmask.gv.at

DIE Anlaufstelle für pflegebedürftige Menschen, deren Angehörige und alle mit Pflegeangelegenheiten befassten Personen.

Plattform für pflegende Angehörige

Von der Beratung über Formulare bis zu Selbsthilfegruppen: www.pflegedaheim.at

Adressen in den Bundesländern

 

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