Petra Pan Syndrom

Das Peter Pan Syndrom beschreibt Männer, die einfach nicht erwachsen werden wollen. Doch es gibt auch Frauen, die ewige Girlies sind und von Familienplanung wenig halten. Wir haben die wichtigsten Facts dazu.

Peter Pan war gestern, Petra Pan ist heute. Die Gruppe von Frauen, die nichts von traditionellen Wertvorstellungen und Lebensführungen halten wird immer Größer. Statt Windeln wechseln wird Karriere gemacht, statt Wanderungen wird Party gemacht und Sonntagskleider weichen High Heels und ledernen Röhrenjeans.

Der sicherlich wichtigste Aspekt des Ganzen ist der immer kleiner werdende Wunsch, Kinder zu bekommen. Karriere, Spaß, Abenteuer, Selbstliebe und anderes wird Kindern immer länger vorgezogen. Medizinpsychologen deuten das späte Gebären vor allem in der für die Frauen gewünschten guten Ausbildung, der beruflichen Etablierung und finanziellen Absicherung und natürlich ganz wichtig dem Finden des richtigen Partners zurück. Viele Frauen wollen also erst einen befriedigenden Lebensstandard erreichen, bevor sie Kinder bekommen. Die modernen Empfängnisverhütungsmethoden machen diese Art von Lebensplanung erst möglich.

Argumente für spätes Kinderglück

Dass manche Frauen absolut nichts mit den erwarteten Lebensmodellen anfangen können ist verständlich. Doch es gibt noch weitere Vorteile, die sich durch das späte Mutterglück ergeben: Zum Beispiel sagen viele Frauen, dass sie durch ihre Kinder jung und aktiv bleiben. Manche wollen sich damit verjüngen und das Älterwerden ausblenden.

Andere wiederum möchten durch eine späte Mutterschaft ihre eigene Weiblichkeit noch einmal unter Beweis stellen. Auch psychisch fühlen sich viele Frauen im fortgeschrittenen Alter wesentlich stabiler als in jungen Jahren. Viele von ihnen beschreiben den Zustand von tiefer Zufriedenheit in Hinblick auf das vergangene Leben.

Petra Pan verändert die Gesellschaft

Diese neuen Lebensweisen und Vorstellungen wirken sich drastisch auf die heutige Gesellschaft, und auf die von morgen aus. Die Oma/Opa-Generation wird immer kleiner, denn wenn immer mehr Paare erst mit 40 Kinder bekommen und ihre Nachkommen dies genauso handhaben, stirbt das Großelternvorkommen immer weiter ab. Viele Kinder von Spätgebärenden haben dementsprechend gar keine Großeltern mehr oder diese sind so alt, dass sie die Funktionen von Großeltern nicht mehr übernehmen können. Das ist in einer Zeit, für die nachgewiesen wurde, dass Familie, zu der auch die Großeltern gehören, eine immer größere Rolle spielt, bedenklich.

 

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