Pestizide in Pommes

Erschreckendes Ergebnis eines Tests der Arbeiterkammer Oberösterreich: In 10 von 11 Pommes frites-Proben aus dem Handel wurden chemische Rückstände gefunden. Die Rückstände in den Fertigprodukten stammen von Pestiziden, die beim Anbau und nach der Ernte der Erdäpfel verwendet werden.

Sind Keimbehandlungsmittel aus dem Erdäpfelanbau auch in fertigen Produkten nachweisbar? Dieser Frage ging die Arbeiterkammer Oberösterreich bei ihrem aktuellen Test nach. 11 Pommes frites unterschiedlicher Hersteller wurden dazu unter die Lupe genommen. Konkret wurden die Produkte auf die Keimhemmungsmittel Chlorpropham (wird nach der Ernte eingesetzt) und Maleinsäurehydrazid (wird noch auf dem Feld eingesetzt) untersucht.


Das Ergebnis des Pommes-Tests

In 10 der 11 getesteten Produkte wurden Rückstände der Pestizide gefunden, wobei Chlorpropham öfter nachweisbar war als Maleinsäurehydrazid. Die Einordnung des Ergebnisses ist schwierig, denn zulässige Höchstwerte für Pommes frites gibt es nicht. Vergleicht man die gemessenen Werte jedoch mit den Höchstwerten für Erdäpfel, so bleiben sie weit unter den zulässigen Höchstgrenzen, sagen die Experten der Arbeiterkammer.

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Rückstände von Chlorpropham, das die Lagerfähigkeit der Erdäpfel erhöhen soll, befinden sich größtenteils in der Schale, wurden aber auch in gekochten Kartoffeln, im Kochwasser und in weiterverarbeiteten Produkten wie Chips und Pommes gefunden. Maleinsäurehydrazid wird schon auf dem Feld benutzt und von der Pflanze aufgenommen und in die Knolle übertragen.


Die Arbeiterkammer Oberösterreich empfiehlt allen, die lieber pestizidfreie Pommes essen möchten, Produkte aus biologischem Anbau zu kaufen. Dort sind Chlorpropham, Maleinsäurehydrazid und andere chemisch-synthetische Pestizide verboten.

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