Paradiesische Paradeiser

Dank ihres leichten und erfrischenden Geschmacks dürfen sie in der Sommerküche nicht fehlen. Ob roh, gekocht, gefüllt, als Sugo oder Marmelade – das Fruchtgemüse ist vielfältig einsetzbar.

Botanisch gesehen, ist die Tomate eine Beere und wird zum Fruchtgemüse gezählt. In Österreich,wo sie auch als Paradeiser bekannt ist, kann man von Ende Juni bis Mitte Oktober frische Freilandtomaten kaufen, die besonders aromatisch schmecken. Im Frühjahr sind bereits heimische Paradeiser aus dem Glashaus erhältlich.

Tomaten müssen nicht immer rot sein. Weniger bekannt, aber ebenso gesund sind rosa, gelbe, orange oder grüne Früchte. So vielfältig wie die Farben der Tomate, sind auch ihre Formen. Cherrytomaten sind die kleinsten Paradeiser und schmecken aufgrund ihres hohen Zuckeranteils besonders intensiv. Etwas größer sind Cocktailtomaten, gefolgt von Rispentomaten, die zu den meist verkauften Sorten zählen. Ebenfalls erhältlich sind ovale Eiertomaten und große Fleischtomaten. Letztere können bis zu 250 Gramm schwer werden und eignen sich für Saucen, Suppen oder zum Füllen.

Roter Mehrwert
Und was kann das rote Fruchtgemüse? Der hohe Säureanteil in Tomaten wirkt anregend auf Bauchspeicheldrüse, Magen und Leber. 100 Gramm der Beeren enthalten 17 Prozent der empfohlenen Tagesdosis an Folsäure, die besonders für Schwangere wichtig ist und der gesunden Entwicklung des Fötus zugute kommt.
100 Gramm Tomaten enthalten außerdem 35 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C. Carotinoide verleihen den roten Früchten nicht nur ihre Farbe, sondern stellen auch Antioxidantien dar, die unseren Körper vor schädlichen Einwirkungen freier Radikale schützen.


Grüne Tomatenteile wie der Stengelansatz sollten Sie vor dem Verzehr wegschneiden. Sie enthalten das unverträgliche Alkaloid Solanin, das in größeren Mengen Kopfschmerzen, Übelkeit, trockene Haut oder Entzündungen verursachen kann.
Wer unter einer Histaminunverträglichkeit leidet, sollte von Tomaten die Finger lassen. Sie enthalten rund 20 Milligramm Histamin pro Kilogramm.

Vorsicht, kalt!
Tomaten sind kälteempfindlich. Bei Lagerung im Kühlschrank werden sie hart und verlieren ihr Aroma. Besser ist es, sie bei Zimmertemperatur aufzubewahren. Bei richtiger Lagerung sind sie sieben bis 14 Tage haltbar.

... weltweit rund 90 Millionen Tonnen Tomaten pro Jahr geerntet werden?

... jeder Österreicher im Schnitt 25 kg Tomaten pro Jahr verspeist? Der rote Powerball ist das beliebteste Gemüse in Österreich

... am 8. August der Tag des Paradeisers ist?

... die Tomatenschale dreimal so viel Vitamin C enthält, wie das Fruchtfleisch?

... der Vitamin C-Gehalt in schnell gereiften Früchten höher ist, als in langsam gereiften?

... Tomaten, die im Freien gewachsen sind mehr Nährstoffe enthalten, als jene aus dem Glashaus?

Einkauf
Achten Sie beim Tomatenkauf auf frische Früchte mit glatter Oberfläche, ohne Schnitte oder Druckstellen.
Sind Tomaten noch etwas grün, reifen Sie bei Zimmertemperatur nach.
 

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