Pädophilie: Dänemark stellt Kauf von Kindersexpuppen unter Strafe

Der Erwerb von kindlich aussehenden Sexpuppen soll in Dänemark verboten werden. In Österreich und Deutschland ist der Kauf nach wie vor legal.

Sie sehen aus wie dreijährige Kinder, haben einen Teddybär im Arm, menschliche Körpertemperatur und können "Nein, Nein, Daddy" sagen: Die immer lebensechter werdenden Kindersexpuppen und der Anstieg der Verkäufe der Puppen an Pädophile haben die Expert*innen des Dänischen Kinderschutzbundes "Rettet das Kind" dazu veranlasst, eine dringende Empfehlung für ein Verbot der Puppen auszusprechen. Auf Basis dieser Entscheidung haben vier dänische Parteien nun beschlossen, dass der Erwerb von kindlich aussehenden Sexpuppen unter Strafe gestellt wird. Das berichtet die Website tageblatt.lu und der öffentlich-rechtliche dänische Fernsehsender DR.

Pädophile Neigung: Keine Forschungsergebnisse über Verwendung von Kindersexpuppen

Die Organisation "Rettet das Kind" verweist darauf, dass es keine Forschungsergebnisse dazu gäbe, inwieweit sich ein Verbot positiv auswirke. Die Genese sei aber ausschlaggebend: "[Die Puppen] sind mit Körpertemperatur und dergleichen noch naturgetreuer und echter wirkend. Diese Sexualisierung ist kaum zu übersehen, so dass wir jetzt rein aus moralischen Gründen Nein sagen müssen", erklärt Kuno Sørensen, Psychologe des Kinderverbandes, gegenüber dem TV-Sender DR.

Gegner des Verbots argumentieren, dass die Puppen für Menschen mit pädophiler Neigung eine Alternative seien, ohne dass Kinder zu Schaden kämen. So rechtfertigt auch ein japanischer Unternehmer, der die Puppen unter anderem auf Amazon erfolgreich vertreibt, sein Geschäftsmodell.

Kauf von Kindersexpuppen in Österreich legal

In Österreich und Deutschland sind die kindlichen Sexpuppen nach wie vor legal erwerbbar. Jonni Brem ist Leiter der Männerberatung Wien und Verantwortlicher der österreichischen Initiative "Nicht Täter Werden", die mit Pädophilen arbeitet. Er stellt gegenüber der WIENERIN eindeutig klar: "Ich kann die Argumentation für den Erwerb von Kindersexpuppen nicht nachvollziehen, vor allem da ein ein 'Abreagieren' an Sexpuppen eher zu einer Verstärkung der Fantasien und Fixierungen führt, anstatt darum, einen Weg aus der Fixierung auf Kinder zu finden. Deswegen treten wir vehement gegen den Erwerb von kindlichen Sexpuppen auf und würden es empfehlen, diese zu verbieten. Genauso, wie wir den Konsum von Kindesmissbrauchsfotos und -videos, die fälschlicherweise immer noch als Kinderpornografie bezeichnet werden, bekämpft haben, da erlittenes Unrecht nicht zur Abfuhr von Trieben benutzt werden darf."

 

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