ÖVP: Kinderreiche Familien sollen weniger Mindestsicherung bekommen

Ein neuer ÖVP-Vorschlag sorgt für Aufregung. Die "Familienpartei" will die Mindestsicherung mit 1.500 Euro deckeln, wie "Der Standard" berichtet.

Die ÖVP hat einen neuen Vorschlag eingebracht, wie der Staat sich auf Kosten der sozial Schwachen Geld sparen kann: die Mindestsicherung soll bei 1.500 Euro gedeckelt werden, wie "Der Standard" berichtet.

Betroffen sind davon vor allem Paare mit Kindern - 74 Prozent der Familien mit zwei oder mehr Kindern müssten mit Verlusten rechnen. Von den 256.405 Mindestsicherungsbeziehern wären das 68.127. Insgesamt wären 15.289 Haushalte betroffen.

In Zahlen heißt das: Paare mit zwei Kindern würden 52 Euro im Monat weniger bekommen, bei drei Kindern gäbe es 209 Euro weniger, bei vier Kindern 359 Euro und bei fünf Kindern 510 Euro.

Mindestsicherung: So viel bekommt man wirklich


Bevor man Mindestsicherung beziehen darf, muss das eigene Vermögen aufgebraucht werden, bis nur mehr 4.188,80 € (2016) übrig sind. Ausnahmen sind eine als Hauptwohnsitz genutzte Eigentumswohnung und die Wohnungseinrichtung. Wer ein Auto besitzt, muss dieses verkaufen - außer das Auto ist berufs- bzw. behinderungsbedingt notwendig.

Anspruchsberechtigt sind Personen, deren Haushaltseinkommen unter den Mindeststandards der Bedarfsorientierten Mindestsicherung liegen, deren jeweiliger Bedarf nicht durch eigene Mittel gedeckt werden kann und bei denen Bereitschaft zum Einsatz der eigenen Arbeitskraft besteht.

Die Bedarfsorientierte Mindestsicherung besteht aus 628,32 Euro Grundbetrag und 209,44 Euro Wohnkostenanteil pro Monat. Zusammen sind das 837,76 Euro. Für Kinder gibt es jeweils 150,80 Euro. Detailliertere Informationen zur Bedarfsorientierten Mindestsicherung gibt es HIER.

 

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