Österreicher*innen sparen seit Covid-19 mehr Geld an

Seit März 2020 rüsten sich alle für schlechte Zeiten. Das sieht man auch auf den Sparkonten.

Seit Corona mehr Gespart

Es ist der Beginn des Jahres und wie immer blickt man mit einer bestimmten Erwartungshaltung auf das nächste Jahr. Die Österreicher*innen zeigen sich 2022 besonders skeptisch und gerade mal ein Drittel schaut zuversichtlich auf die nächsten zwölf Monate. Große Angst haben viele vor den wirtschaftlichen Entwicklungen, über die Hälfte hat Angst, dass sich ihre persönliche Lebensqualität verschlechtern wird. Das ergibt eine Umfrage des Bankenvertriebs Marke s Versicherung.

Mehr Geld für später

Diese Verunsicherung führt auch dazu, dass viele ihre finanzielle Situation verändern möchten bzw. sich stärker um ihre finanzielle Vorsorge kümmern. 2021 wurden durchschnittlich pro Monat je Österreicher*in 226 Euro gespart. 2020 waren es gerade mal 161 Euro. 26 % der Befragten möchte künftig ihre Vorsorgestrategie verändern und der Großteil davon (83 %), möchte noch mehr für die Vorsorge zur Seite legen.

Gerade Holzinger-Burgstaller ist Vorstandsvorsitzende der Erste Bank Österreich und erklärt: "Auf die Frage nach den Top-Vorsorgethemen der Österreicher*innen, also jenen Lebensbereichen, für die man jedenfalls gerne bereit ist, privat ergänzend vorzusorgen, fällt das Ergebnis eindeutig aus: auf Platz 1 mit jeweils 68 Prozent wird die Gesundheit und die finanzielle Reserve für Notfälle genannt. Mit 64 Prozent bzw. 60 Prozent folgen die Pension und die Familie."

Früher Start, lange Planung

In Österreich sind Menschen relativ früh dran, sich mit Vorsorge zu beschäftigen. Zwei Drittel haben sich bereits damit auseinandergesetzt, bevor sie 35 Jahre alt waren. 83 % geben rückblickend an, dass sie froh sind, dass sie sich schon so früh um ihre Finanzen gekümmert haben. Anstoß gaben dafür bei mehr als der Hälfte die eigene Familie, für jeden Zweiten die Schule, Ausbildungsstätte bzw. Universität.

Wie die Österreicher*innen ansparen, ist nach wie vor sehr klassisch. So führt die Top 3 der Vorsorgeprodukte das Sparbuch an, gefolgt von der Lebensversicherung und dem Bausparvertrag auf Platz 3. Danach sind modernere Produkte wie Fondssparpläne, Wertpapiere und Immobilien zu finden. Wert wird bei der Auswahl auf eine möglichst hohe Sicherheit, bzw. ein möglichst geringes Risiko gelegt. Auch Zinsen und Rendite rücken aber verstärkt in den Fokus.

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