Österreicher verübten drei Viertel aller Sexualdelikte 2015

Offizielle Daten aus dem Justizministerium widerlegen die Annahme, dass die Flüchtlingswelle vemehrt zu sexuellen Übergriffen geführt hat.

Justizminister Wolfgang Brandstetter hat auf eine parlamentarische Anfrage des FPÖ-Politikers Harald Stefan hin, Verurteilungen aus dem Jahr 2015 aufgeschlüsselt nach Nationen und Delikten veröffentlicht. Die Daten lassen eine erste vorsichtige Analyse über einen Zusammenhang zwischen Herkunft und Straffälligkeit zu, der laut den vorliegenden Daten nicht besteht.

Dreiviertel aller Verurteilten sind Österreicher

Wie der Kurier berichtet, waren 294 von insgesamt 397 Verurteilten bei Sexualdelikten im Vorjahr Österreicher. Das sind 74 Prozent. 103 Ausländer wurden für Sexualdelikte verurteilt, das sind 26 Prozent der Gesamtverurteilungen. (Auch der Standard hatte berichtet.)

Afgahnen und Iraker mehr in den Medien als in der Statistik präsent

Iraker und Afghanen, die aufgrund der medial stark präsenten Fälle der letzten Woche unter Generalverdacht geraten sind, treten in der Statistik überhaupt nicht auffällig auf. Im gesamten Jahr 2015 gab es keinen einzigen Fall eines schuldig gesprochenen Irakers. Auch Afghanen sind mit 8 verurteilten Fällen nicht überrepräsentiert in der Statistik der Sexualdelikte. 2016 wurde der Fall eines irakischen Asylwerbers, der einen 10-Jährigen Jungen im Thereseienbad vergewaltigt hatte, genau wie der von drei afghanischen Asylwerbern, die eine Studentin am Praterstern vergewaltigt hatten, bekannt und breit diskutiert.

Höherer Ausländeranteil bei Gewaltdelikten

Bei Gewaltdelikten ist der Ausländeranteil etwas höher als bei Sexualdelikten, Österreicher verübten aber hier aber immer noch zwei Drittel aller verurteilten Straftaten, mit 5266 von 7826 Fällen. Auf Afghanen fallen in diesem Fall 189 Aller Verurteilungen, auf Serben 228 und auf Türken 329. 152 der Verurteilten waren Deutsche.

 

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