Osteoporose? Nein danke.

Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann bekommt irgendwann einen Knacks. Schuld daran: Osteoporose. Wir verraten Ihnen, wie Sie ein harter Knochen bleiben.

1. Vorbeugen statt Nachsorgen

Der beste Osteoporose-Schutz? Prävention. Bis zum 25. Lebensjahr nimmt die "Skelettbank" Einzahlungen dankend an. Aber auch danach kann man etwas für das "Knochenkonto" und den Erhalt der Knochensubstanz tun. Oder besser: muss. Denn die früh erworbene Knochenmasse baut sich bei mangelndem Training und mit zunehmendem Alter wieder ab. Das Zauberwort in jedem Alter heißt: Bewegung. Durch Belastungsreize wird der Knochenstoffwechsel angeregt. Weil Radfahren kaum was bringt, weil der Körper sein Gewicht nicht tragen muss, und Laufen vorwiegend die Beine beansprucht, sollten Sie auf Krafttraining oder Aerobic ausweichen. Auch Dehnübungen wirken positiv auf den Knochenstoffwechsel. Langes Sitzen sollte dagegen vermieden werden. Die Knochen machen es sich sonst gemütlich und denken nicht an den Aufbau von Dichte.


2. Sonne und Schlemmen

Für starke Knochen braucht der Körper Kalzium. Studien beweisen, dass eine tägliche Zufuhr von 1.200 mg den Mineralgehalt der Knochen erhöht. Gute Kalzium-Quellen sind Brokkoli, Fenchel, Grünkohl, Lauch, Hasel-nüsse, Mandeln und Milchprodukte. Letztere enthalten außer Kalzium auch Laktose und Casein, die sich positiv auf Aufbau und Erhalt von Knochenmasse auswirken. Kalziumräuber sind dagegen: Kochsalz, Kaffee, Alkohol und Nikotin. Den Kalziumhaushalt mitbestimmen kann auch Vitamin D, eine Vorstufe für eine Reihe von Hormonen, die eine höhere Aufnahme des Mineralstoffs aus dem Darm bewirken. Der Körper kann das Provitamin selbst aus Cholesterin herstellen. Vorausgesetzt, er bekommt genügend Sonne. Ist dies nicht gegeben, muss Vita-min D über die Nahrung aufgenommen werden. Enthalten ist es in Fisch, Eiern, Milch und Butter.


3. Sauer ist nicht lustig

"Eine dauerhafte Übersäuerung beeinflusst den Knochenstoffwechsel negativ und löst Mineralien aus den Knochen", so Jürgen Vormann vom Institut für Prävention & Ernährung. Es empfiehlt sich daher, Säurebildner wie Nikotin, Fleisch, Kaffee, Cola und Alkohol zu reduzieren, dafür täglich ein halbes Kilo Obst und Gemüse zu essen und basenreiches Mineralwasser zu trinken. "Preblauer, Peterquelle oder Juvina enthalten relativ hohe Mengen an Hydrogencarbonat", so Prof. Dr. Cem Ekmekcioglu.

4. High risk, no fun

Sind Sie Osteoporose-gefährdet? Machen Sie den Test. Wenn eine der folgenden Aussagen auf Sie zutrifft, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt über eine Therapie sprechen:

  • Ich bin mehr als 4 cm "geschrumpft".
  • Ich habe ungewollt mehr als zehn Prozent Gewicht verloren.
  • Mein Body-Mass-Index liegt bei unter 20 (BMI = Körpergewicht in kg durch Körpergröße²).
  • Ich bin ohne äußere Einwirkung öfters gestürzt.
  • Ich habe mir ohne ersichtlichen Grund etwas gebrochen.

5. Hier wird Ihnen geholfen

Primäres Ziel der Osteoporose-Therapie: die Senkung des Frakturrisikos durch eine Zunahme der Knochendichte. Das Problem bisher: Das tägliche Schlucken von Biophosphonaten nervt nicht nur die Patientin, sondern oft auch Magen und Darm. Die Lösung: Seit Dezember ist die erste Quartalsspritze (Bonviva) gegen Osteoporose kassenfrei erhältlich.

 

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