Oscar Favorit

Spitzenunterhaltung mit Spitzenbärten! Abraham Lincoln hat die Sklaverei angeschafft und den Bürgerkrieg gewonnen. Aber kann der 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika auch 148 Jahre nach seinem Tod auch noch Steven Spielberg zu 12 Oscars verhelfen?

1865 tagen im Repräsentantenhaus flauschige Rauschebärte über das Schicksal einer vom Bürgerkrieg gebeutelten Nation. Nach vier Kriegsjahren sind die Verluste auf beiden Seiten sind groß. Ursache für das Blutvergießen war die Forderung des rebellischen Südens, die Sklaverei in auch in den nördlichen Bundesstaaten zu legalisieren.

“If slavery is not wrong, nothing is wrong.”
von Abraham Lincoln, 1865

Während sich auf den Schlachtfeldern die Leichen stapeln, will der 1864 zum zweiten Mal ins Amt gewählte US-Präsident Abraham Lincoln (Oscar nominiert: Daniel Day-Lewis) mit einem geschickten Schachzug zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Sklaverei mit einem Zusatzartikel in der US-Verfassung in ganz Amerika endgültig abzuschaffen und gleichzeitig den Bürgerkrieg zu beenden.

Der Verfassungsartikel muss im Kongress so rasch wie möglich verabschiedet werden. Lincoln benötigt dafür breite politische Zustimmung. Sein Vorschlag zur Abschaffung der Sklaverei war schon einmal im Kongress abgelehnt worden. Nun muss der liberale Republikaner nicht nur den konservativen Flügel der eigenen Partei und den der Radical Republicans - darunter auch den streitsüchtige Abgeordneten Thaddeus Stevens (Oscar nominiert: Tommy Lee Jones) - in Schach halten, sondern auch ein paar der gegnerischen Demokraten auf seine Seite ziehen. Überzeugungsarbeit wird nicht immer nur in Form von Worten geleistet. Die ehrenwerten demokratischen Congressmen sind auch für Zuwendungen anderer Art äußert empfänglich und Lincoln sind im Kampf für die Gleichstellung der Schwarzen fast alle Mittel recht ...

Tommy Lee Jones
This Dream Works! Ein Film, der für 12 Oscars nominiert ist, muss nicht unbedingt ein Meisterwerk sein. Lincolnschon. Souverän gespielt, zieht Steven Spielberg hier eine Trumpfkarte (Daniel Day-Lewis. Tommy Lee Jones, James Spader, Joseph Gordon-Levitt) nach der anderen lässig aus dem Ärmel. Hier passt einfach alles: Vom brillanten Drehbuch (Tony Kushner) bis zu den falschen Bärten. Mögen Historiker Spielberg historische Unschärfe vorwerfen, wir haben uns bestens amüsiert.

Lincoln ab 25. Jänner in den heimischen Kinos!
 

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