Oprah Winfreys beeindruckende Rede bei den Golden Globes

Die Golden Globes 2018 standen ganz im Zeichen des Kampfes gegen sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch. Oprah Winfrey erhielt den Preis für ihr Lebenswerk und beeindruckte mit ihrer Dankesrede.

Als Zeichen gegen sexuelle Belästigung und Machtmissbrauch, den die Bewegung #MeToo von den USA ausgehend aufgezeigt hatte, trug der Großteil der Gäste der 75. Golden Globes, der Filmpreise der Auslandspresse in Hollywood, die solidarische Farbe Schwarz. "Noch nie war ein Outfit so wichtig wie heute", postete etwa Schauspielerin Reese Witherspoon auf Instagram. Denn der Hashtag #whywewearblack war auch eine Unterstützung für "Time's Up", eine Initiative, die von über 300 Künstlerinnen aus der Filmbranche als Antwort auf #MeToo ins Leben gerufen worden war.

Aber nicht nur die Verwandlung des Red Carpet in ein Meer aus schwarzen Roben war einzigartig, besonders Showmasterin und Tausendsassa Oprah Winfrey beeindruckte mit ihrer Rede. Die 63-Jährige erhielt in der Nacht auf Montag als erste Afroamerikanerin den Cecille B. de Mille-Award für ihr Lebenswerk.

Winfrey ging auf die Notwendigkeit von Diversität als Vorbilder für Kinder ebenso ein wie auf die aktuelle Situation der Medien in den USA als Folge von DonaldTrumps Präsidentschaft und die Wichtigkeit jeder einzelnen Stimme - und damit sprach sie die #MeToo-Bewegung an: "In diesem Jahr sind WIR die Geschichte". Und es handle sich dabei nicht nur um die Geschichte Hollywoods, sondern auch um die Rolle von Frauen in der Gesellschaft, in der Kirche, im Arbeitsleben. Ihr Schlussworte richtete sie an die jüngsten ZuschauerInnen des Abends:

"An alle kleinen Mädchen, die jetzt zusehen: Ein neuer Tag wird kommen. Und wenn dieser neue Tage endlich kommt, wird es dank großartiger Frauen, von denen viele heute Abend hier sind, und einiger ziemlich phänomenaler Männer, nicht mehr nötig sein, dass irgendjemand jemals wieder #MeToo sagen muss."

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