ÖNORM für geschlechtersensible Sprache abgelehnt

Auf beide Geschlechter abgestimmte Sprache wird nicht per ÖNORM geregelt werden. Auf Grund der stark auseinandergehenden Meinungen zur Verwendung des Binnen-Is sei eine Vereinheitlichung nicht möglich.

Bei der Diskussion des „geschlechtersensiblen“ Umgangs mit Sprache gehen regelmäßig die Wogen hoch, jüngsten Anlass zur Debatte gab Andreas Gabalier, der die alte, rein „männliche“ Variante der österreichischen Bundeshymne anlässlich des Formel-Eins-Rennens in Spielberg vortrug.

Das Normungsinstitut Austrian Standards, dass die ÖNORMen festlegt, gab am Donnerstag bekannt, dass es auf Grund der extrem auseinandergehenden Meinungen und dem damit fehlenden Konsens zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich sei, eine Norm zu definieren, wie orf.at berichtet.

Der besprochene Entwurf für eine Überarbeitung des Passus ÖNORM A 1080 zur Regelung der Textgestaltung riet aus Gründen der Vorlesbarkeit vom Binnen-I ab, sondern empfahl die getrennte Anführung beider Geschlechter. Trotz Entscheidung gegen diesen Entwurf soll der Passus in jedem Fall überarbeitet werden.

 

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