Ökotest warnt vor fast allen bekannten Lippenpflegestiften

Wer süchtig ist nach Labello & Co, sollte lieber einmal genauer auf die Inhaltsstoffe achten.

Insgesamt 24 Lippenpflegestifte wurden von Öko-Test auf schädliche Inhaltsstoffe getestet, darunter auch bekannte Marken wie Labello

„Erdölbasierte Kosmetikinhaltsstoffe sind billig und in großen Mengen verfügbar. Aber sie können krebserregende Verunreinigungen enthalten. Besonders gefährlich ist das in Lippenpflege, von der wir eine ganze Menge verschlucken“, schreibt das Magazin Ökotest in seiner aktuellen Ausgabe.

Wer komplett auf Mineralöle verzichten möchte, sollte am besten auf Naturkosmetik zurückgreifen. In diesen Produkten werden ausschließlich Fette und Öle auf pflanzlicher Basis verwendet. Wie beispielsweise Dr. Hauschka Lippengold, Aveo Lippenpflege Classic oder Alverde Lippenpflege Bio-Calendula. Doch auch Drogeriemärkte bieten mit ihren Eigenmarken gefahrlose Lippenpflegestifte an. Unter den Testsiegern mit der Note "sehr gut" befinden sich auch Eigenmarken der Drogerieketten Rossmann und dm. Ein Vorteil: Die Eigenmarken sind deutlich günstiger als die Markenprodukte.

Einige der bekanntesten Marken wie Labello, Bebe und Carmex setzen nach wie vor auf mineralölbasierte Hauptinhaltsstoffe. „Was in Lebensmitteln meist als Verunreinigung von außen eingetragen wird, nehmen die Hersteller in Kosmetikprodukten mit dem gezielten Einsatz erdölbasierter Inhaltsstoffe billigend in Kauf“, so Ökotest.

So gesundheitsschädlich ist unsere Lippenpflege

Aber sind die Mengen, die wir über Lippenpflegestifte zu uns nehmen, überhaupt der Rede wert? Absolut – denn laut Ökotest gelangen bis zu 20 Gramm davon in unseren Körper, wie das wissenschaftliche Beratergremium der EU-Kommission (SCCS) berechnet hat. Ein handelsüblicher Stift ist in der Regel mit 5 Gramm Pflegefett ausgestattet – heißt also, wir verspeisen immerhin vier ganze vier Stifte pro Jahr.

In neun Pflegestiften wurden beim Test schädliche Inhaltsstoffe nachgewiesen. Dabei fielen auch viele Marken-Pflegestifte wie Labello, bebe, Blistex oder Neutrogena durch. 

Ob in den Produkten auf Mineralöl basierende Stoffe stecken, erkennen Verbraucher an Namen wie Paraffinum Liquidum, Petrolatum und Cera Microcristallina. Allerdings haben die Verbraucherschützer auch schon ein Produkt getestet, in dem MOAHs ohne eine entsprechende Deklaration von Paraffinen steckten.

 

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