Ode an die Periode: Carolin Kebekus schwingt das Tampon

"Wir verstecken uns nicht mehr, wir bluten - seht her". Carolin Kebekus feiert in ihrem neuen Video "Viva La Menstruation" unterhaltsam die Periode.

Carolin Kebekus nimmt sich kein Blatt vor den Mund und genau aus diesem Grund lieben wir sie. Sei es, wenn sie plumpen Sexismus bitterböse entlarvt oder auf humorvolle Weise über fehlende Geschlechtergerechtigkeit herzieht. Die deutsche Komikerin hat einen Weg gefunden, unterhaltsam mit Missständen umzugehen und sie damit auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ode an die Periode

Anlässlich des Welt-Menstruationstages am 28. Mai widmet sich Kebekus nun ebenjenem "Tabuthema" - der Menstruation. Und es wäre nicht Caroline Kebekus, wenn das ganz nicht ein bisschen over-the-top daherkommt. Mit gaaanz viel Pathos und Bildgewalt. Und Blut. "Viva la Menstruation" ist eine Hymne auf die Menstruation oder, wie es Kebekus noch treffender formuliert, eine Ode an die Periode. In einem roten Ganzkörper-Latexanzug reitet sie in einem weißen Tampon durch die Lüfte, so grazil wie es eigentlich nur Miley Cyrus in "Wrecking Ball" kann.

Caroline Kebekus "Viva La Menstruation"

"Es fließt das Blut der halben Nation in Binden, Tassen und Tampons. / Schwestern im Leid, sind wir vereint, wenn die deutsche Scheide weint".

von Carolin Kebekus

"Wir bluten - seht her"

Doch das Video hat eine viel wichtigere Botschaft als einfach nur lustig zu sein. Es geht darum, das Thema Menstruation endlich zu enttabuisieren, denn das Periodenshaming ist jetzt vorbei: "Wir verstecken uns nicht mehr, wir bluten - seht her".

Schon vor einigen Wochen ärgerte sich Kebekus öffentlich darüber, dass Hygieneartikel für Frauen weiterhin mit einem hohen Steuersatz versteuert werden. "Die Periode ist kein Luxus und Tampons und Binden gehören zum Grundbedarf einer jeden Frau! Auf der ganzen Welt sollte Frauen und Mädchen der Zugang zu diesen Produkten ermöglicht werden!", schrieb sie dazu unlängst auf Instagram.

Gemeinsam mit dem öffentlich-rechtlichen Sender ARD hat es Kebekus jedenfalls geschafft, das Thema auch ganz plakativ aufzugreifen. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass auf die öffentliche Debatte bald auch politische Konsequenzen folgen.

 

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