Nur so finden TeenagerInnen ihre Fotos schön

Ein Projekt des Fotografen Rankin zeigt, welchen Schönheitsstandards Jugendliche glauben auf Social Media gerecht werden zu müssen.

Unter dem Titel „Selfie Harm“ veröffentlichte der britische Fotograf John Rankin Waddell (besser bekannt als "Rankin") sein aktuelles Fotoprojekt, das in Kooperation mit M&C Saatchis Visual Diet entstanden ist. Letztere ist eine Initiative, die auf den Einfluss von den Bildern, die wir täglich konsumieren, auf die mentale Gesundheit aufmerksam macht.

Wann ist ein Selfie einem Posting "würdig"?

Für das Projekt holte Rankin 14 britische TeenagerInnen im Alter von 13 und 19 Jahren vor die Kamera. Im Anschluss bat er die ProbandInnen die Fotos so zu bearbeiten, dass sie ihrer Meinung nach einem Upload auf Instagram würdig wären. Das fertige Fotoprojekt zeigte die Vorher- und Nachher-Vision im direkten Vergleich – und macht damit auf den enormen Schönheitsdruck, dem sich die junge Menschen ausgesetzt fühlen aufmerksam.

Es braucht einen breiten Diskurs über Schönheitsideale

„Ich finde es beunruhigend, wie groß selbst die kleinsten Unterschiede waren. Social Media hat Personen zu eigenen Marken gemacht“, so der Fotograf. Der Diskurs über Schönheitsdruck und –ideale sei daher relevanter denn je. „Jede Plattform ist voll mit überretuschierten und süchtig machenden, perfekten Fotos. Das macht etwas mit Menschen. Was aber noch viel schockierender ist, ist die Tatsache, dass es darüber keinen breiten Diskurs gibt. Wir reden seit 15 Jahren über Photoshoppen, Airbrushen und Retuschieren. Aber diese Filter sind etwas vergleichsweise Neues und meiner Meinung nach noch problematischer“, schätzt Rankin die Auswirkungen von Apps wie Facetune, Snapseed & Co. ein – denn die gehen mittlerweile weit über das Verändern von Kontrast oder Helligkeit eines Bildes hinaus wie Auszüge aus dem Fotoprojekt nachfolgend zeigen.

 

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