Nur 4 Prozent glauben, dass Wurst gefährlich ist

Den Österreichern ist die Warnung eines WHO-Expertenkomitees vor zu viel Konsum von Fleisch und Wurst sprichwörtlich wurst.

Wie das Magazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, sind nur vier Prozent der Menschen durch die Meldungen beeindruckt.

Fast 80 Prozent der Österreicher vertrauten Wurst- und Fleischprodukten aus Österreich. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Uniqueresearch durchgeführten Umfrage sind 45 Prozent der Österreicher der Meinung, dass heimische Wurstwaren "eher nicht" ihre Gesundheit gefährden, weitere 33 Prozent glauben, dass dies "sicher nicht" der Fall sei. Nur vier Prozent sind eindeutig vom Schaden für ihre Gesundheit überzeugt, weitere 14 Prozent der Befragten glauben, dass Wurstsemmeln & Co. "eher schon" gesundheitsgefährdend sind. Befragt wurden 500 Menschen. Die Schwankungsbreite bei den Prozentangaben beträgt vier Prozent.

Dass ein hoher Konsum von rotem Fleisch und den entsprechenden Produkten mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko einher geht, war seit Jahrzehnten bekannt. Das WHO-Gremium hat lediglich eine Metaanalyse bereits vorhandener Studiendaten durchgeführt (die WIENERIN hat berichtet). Es handelt sich um ein statistisch für große Personengruppen errechnetes Risiko, das nicht von einzelnen Produkten abhängt. Ein hoher Fleisch- und Wurstkonsum ist auch mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

 

Aktuell