#NoWater: Influencer*innen propagieren den Verzicht von Trinkwasser

Vereinzelte Influencer*innen zeigen auf Instagram einen gefährlichen Ernährungstrend: Sie schwören darauf, kein gewöhnliches Wasser mehr zu trinken.

Titelbild No Water

Fragwürdige Challenges, absurde Schönheitsideale und gefährliche Trends kennt man ja von Instagram leider zur Genüge. In letztere Kategorie reiht sich aktuell alles, was sich unter dem Hashtag #NoWater sammelt. Influencer*innen propagieren auf Instagram so den Verzicht auf Wasser.

Kein "leeres" Wasser trinken

Auch eine Österreicherin macht bei dem #NoWater-Trend mit. Die 35-jährige Yoga-Lehrerin Sophie erreicht auf Instagram mit ihrem Account @pimpyourprana ein Publikum von über 18.000 Menschen. Gegenüber Vice erzählt sie: "Die Wasserindustrie impft uns ein, dass wir ständig trinken müssen." Deshalb würde sie mittlerweile lieber mittels Melonensaft oder Kokoswasser Flüssigkeit zu sich nehmen.

"Kein Wasser seit vier Monaten!", schreibt sie etwa unter ein Posting vom vergangenen Jahr. Und weiter: "Seit ich meine Nieren durch Trockenfasten geheilt habe, filtern sie noch effizienter und ich habe aufgehört 'leeres‘ Wasser zu trinken. Wasser aus der Leitung ist mit allerhand toxischen Stoffen von alten Rohren, Landwirtschaft und Luftverschmutzung befallen. Abgefülltes Wasser wird über Monate oder Jahre in (Plastik-)Flaschen aufbewahrt, wodurch diese Art von Wasser für unseren Körper zu 'leerer Flüssigkeit‘ wird. Frisches Wasser aus Bergen oder Vulkanen ist vielleicht was anderes, aber von regulärem Trinkwasser versuche ich mich fernzuhalten. Ich versorge meinen Körper mit Flüssigkeit durch lebendiges Wasser, frisch gepressten Zitronensaft, Orangensaft, Smoothies oder Früchte, die viel Flüssigkeit enthalten, wie etwa Melonen."

No water for me since 4 months now. Since I start to heal my kidneys through dry fasting, which helps them to filter more efficiently, I stopped drinking „empty“ water. Water from the tap is highly congested with all kinds of toxins from old pipes, agriculture and pollution. Bottled water is stored in (mostly plastic) bottles for months or years, which makes this water to an empty liquid for our body. Fresh mountain water or volcanic mineralized water might be a different story but when it comes to regular drinking water I try to stay away from it. I now even cut tea out of my list. What I drink? I hydrate from living water, freshly squeezed lemon juice, orange juice, smoothies or simply high-water content fruits like melons 🍉. Since I do this, I feel less and less thirsty, no cravings for water or sodas at all. Even during #dryfasting I feel hydrated for the first 17hours. I even practice hot yoga without drinking. How to explain this? Hydrating the body on cellular level is the only form to stay hydrated. Drinking „empty“ water keeps your kidneys busy but not healing. Introduce more coconut water, juices, melons and berries into your life and see how your whole system will benefit from it 🍉🍅🥒🍇🍓 #fruits#fruitjuices#fruitjuicediet#dryfastingdetox#detox#detoxsmoothie#detoxjuice#detoxyourbody#nutritionalcleansing#weightlossmotivation#weightlossupport#weightlosshelp#tonedbodyfood#skinnylegs#skinnybitch

Ein Beitrag geteilt von SOPHIE PRANA (@pimpyourprana) am

"Seit ich das mache, fühle ich mich immer weniger häufig durstig. (…) Wie ich das erkläre? 'Leeres' Wasser zu trinken, beschäftigt die Nieren, aber lässt sie nicht heilen. Nimm mehr Kokoswasser, Säfte, Melonen und Beeren in deinen Ernährungsplan auf und du wirst sehen, wie sich dein gesamter Kreislauf verbessern wird", ist die Influencerin überzeigt. Grundsätzlich kann man durch die Einnahme von wasserhaltigen Lebensmittel genug Wasser zu sich nehmen, trotzdem sei von dem kompletten Verzicht auf Trinkwasser abzuraten, wie eine Ernährungswissenschaftlerin gegenüber Vice betont.

Follower machen den Trend nach

Vor allem die junge Followerschaft der Influencer*innen scheinen den #NoWater-Lifestyle nachzuahmen. "Danke für deine Bildungsarbeit", schreibt etwa eine Nutzerin in den Kommentaren. Aktuell häufen sich aber auch immer mehr kritische Kommentare, etwa: "Welche wissenschaftliche Studie kann das belegen?"

 

Aktuell