Notfallpille

Derzeit gibt es hierzulande eine recht kontroverse Diskussion, was die aktuelle Verschreibungspflicht der sogenannten Pille danach, auch als Notfallpille bezeichnet, betrifft.

Bisher können Frauen diese Notfallpille nur erhalten, wenn sie ein vom Arzt ausgestelltes Rezept vorlegen können, denn die Pille danach ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Diese Tatsache spricht allerdings gegen den Wunsch der meisten Frauen, denn rund zwei Drittel aller Frauen würden die Notfallpille gerne ohne Rezept kaufen können. Darüber hinaus ist Deutschland mit der Verschreibungspflicht auch im europäischen Vergleich eindeutig in der Minderheit.

Aktuelle Situation in Deutschland und anderen Ländern
In Deutschland gibt es in der Diskussion rund um die Verschreibungspflicht der Pille danach eine ganz aktuelle Entwicklung. Mitte Mai (2013) hat die aus CDU/CSU und FDP bestehende Regierungskoalition nämlich im Gesundheitsausschuss des Bundes dafür gestimmt, dass die Notfallpille auch in Zukunft nur gegen Vorlage eines Rezeptes ausgegeben werden darf. Die Opposition, konkret die SPD und auch die Linken, sprechen sich hingegen nach wie vor dafür aus, dass es die Pille danach ohne Rezept geben soll. In dem Fall wäre dann natürlich auch eine rezeptfreie Bestellung im Internet möglich, wo seriöse Anbieter bisher natürlich noch ein Rezept benötigen. Wenn Sie diese Webseite besuchen, können Sie sich über einen seriösen Anbieter informieren.

Bezüglich der Verschreibungspflicht der Notfallpille ist Deutschland deutlich in der Minderheit, schaut man sich viele andere Länder in Europa im direkten Vergleich an. So ist es in nicht wenigen Staaten sogar so, dass Frauen dort schon seit mehr als einem Jahrzehnt die Gelegenheit haben, die Notfallverhütungspille ohne Rezept zu erhalten. Dies trifft zum Beispiel auf die Länder Österreich, Frankreich, Dänemark und Holland zu. In diesen Ländern durchgeführte Studien belegen sogar, dass die Frauen nicht weniger zur Langzeitverhütung greifen, nur weil ihnen eine Notfallpille ohne Rezept zur Verfügung steht.

Welche Vorteile würde der Wegfall der Verschreibungspflicht aufweisen?
Falls die Pille danach zukünftig in Deutschland nicht mehr rezeptpflichtig sein sollte, würde ein großer Vorteil unter anderem darin bestehen, dass für die betroffenen Frauen ein größerer Zeitaufwand wegfallen würde. So müssten die Frauen nicht erst einen Termin beim Arzt machen, dort eventuell eine Stunde oder länger warten, nur um das Rezept zu erhalten, welches der Arzt im Normalfall ohnehin nur in Ausnahmen verweigern kann. Denn was soll der Arzt machen, wenn Frau ihm sagt, dass sie ungeschützten Verkehr hatte und zuvor die Einnahme der Pille vergessen hat? Natürlich wird der Arzt dann die Notfallpille verschreiben, zumal er in den nicht selten sechs Minuten „Behandlungszeit" ohnehin keine Möglichkeit hat, die Situation genauer zu „durchleuchten". Daher halten einige Befürworter des Wegfalls der Verschreibungspflicht das Ausstellen des Rezeptes ohnehin nur für eine reine Formalität, auf die auch verzichtet werden könnte. Ein weiterer Vorteil wäre, dass es auch möglich wäre, zumindest eine Pille danach als „Notvorrat" zu halten. Denn nach dem ungeschützten Verkehr ist die Wirkung der Notfallpille umso besser, desto eher sie eingenommen wird. Muss hingegen erst ein Arztbesuch vorangehen, können mitunter zwei bis drei Tage vergehen, falls der Sex zum Beispiel am Freitagabend stattfand.

Welche Nachteile würde der Wegfall der Verschreibungspflicht beinhalten?
Neben den genannten Vorteilen gibt es natürlich auch einige Argumente dafür, dass die Verschreibungspflicht der Notfallpille weiterhin fortgeführt werden sollte. So sehen manche Befürworter der Rezeptpflicht nach der Freigabe des Medikamentes die Gefahr, dass viele Frauen nun nachlässiger mit der Standardverhütung umgehen würden. Denn die Pille danach könnte nun leicht und ohne Anlaufzeit in der Apotheke besorgt werden. Wie allerdings schon kurz angeführt, können die Studienergebnisse aus anderen Ländern diese Vermutung nicht bestätigen, denn dort nutzen die Frauen seit Freigabe der Notfallpille nicht weniger herkömmliche Verhütungsmittel. Ein weiterer Nachteil des Wegfalls der Rezeptpflicht könnte sein, dass nun keine Beratung seitens des Arztes mehr stattfinden muss. Dies könnte unter anderem dazu führen, dass manche Frauen die Notfallpille unnötigerweise einnehmen. Allerdings kann man auch hier ein Argument entgegenhalten, nämlich dass die Beratung grundsätzlich vor Ausgabe jedes Medikamentes noch in der Apotheke vor Ort erfolgen muss.

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