Notfall: Sonnenallergie

Rote Flecken, schmerzende Ausschläge und eitrige Pusteln nach einem Tag in der Sonne, sind oft Zeichen für eine Sonnenallergie. Diese Hautveränderungen entstehen durch die Einwirkung von UV-Strahlen auf die Haut und können oft sehr schmerzhaft und unschön anzusehen sein. Was man tun kann, verraten wir Ihnen hier!

Juhu bald ist Ferien- und Urlaubszeit. Doch oftmals kann Sommer, Sonne, Strand und Hitze mit einem nicht so tollen Ausgang enden. Juckreiz, Pickel, Ausschläge und Schmerzen: All inclusive!

In eben diesem Falle hat man eine Sonnenallergie. Doch so pauschal kann man diese Erkrankung nicht abstempeln, denn es gibt Unterscheidungen, wie und weshalb es dazu kommt.

Bei einer Sonnenallergie kann es sich um folgende Erkrankungen handeln:

  1. Polymorphe Lichtdermatose (PMD)
  2. Mallorca Akne
  3. Photoallergische Reaktionen
  4. Sonnenurtikaria (Nesselsucht)

Polymorphe Lichtdermatose

Die Ursachen für eine derartige Form der Sonnenallergie sind nach wie vor weitgehend ungeklärt. Schon der Name (polymorph = vielgestaltig) lässt darauf schließen, wie vielfältig die Hautreaktionen sein können. Menschen helleren Hauttyps, Frauen und Kinder sind jedoch deutlich häufiger betroffen.

Fest steht auch, dass die intensive Einwirkung von Sonnenlicht Hauptauslöser ist und es betrifft vor allem jene Hautpartien, die noch nicht an die Sonne gewöhnt sind: Ausschnitt, Schultern, Nacken, Wangen, Nase.

Nachdem die im Sonnenlicht vorkommende UVA-Strahlung im Gegensatz zur UVB Strahlung auch Glas durchdringen kann, ist das Auftreten einer solchen polymorphen Lichtdermatose auch in geschlossenen Räumen möglich.

Mallorca-Akne

Hierbei handelt es sich um eine Sonderform der Sonnenallergie, die meist nach dem ersten intensiveren Sonnenbad (Frühlings- oder Urlaubsbeginn) auftritt. Es ist jedoch vielmehr eine Unverträglichkeit, als eine Allergie, weshalb man auch zum Namen "Mallorca-Akne" kam.

Sie entsteht vor allem durch die Zusammenwirkung von UV-Strahlung und Bestandteilen der fetthaltigen Sonnenschutzmittel oder des körpereigenen Talgs in den oberen Hautschichten.

Anzeichen: Starker Juckreiz, Knötchen, Pusteln, rote Färbung der Haut an Hals, Dekollté und Schultern in Kombinattion mit Aknepickeln.

Was tun?

  • Langsame Sonnenbestrahlung!
  • Verwendung fettfreier Sonnenschutzmittel (Gel statt Creme!)
  • Sonnenschutzmittel mit Vitamin E
  • Einnahme von Beta-Carotin, bereits Wochen vor dem Urlaub
  • Fettfreie After-Sun-Produkte verwenden!

Weitere Sonnenallergie-Typen erfahren Sie auf Seite 2!

- Vermeiden Sie direkte Sonnenbestrahlung auf der Haut
- Achtung! Auch im Schatten kann genügend Sonne durchkommen, um eine Allergie oder photoallergische Reaktionen hervorzurufen
- Meiden Sie die besonders heiße Sonnenzeit (Mittag zwischen 11:30-15:00 Uhr)
- Verzichten Sie auf Parfums, Seifen und Rasierwasser beim Sonnenbaden
- Verwenden Sie Sonnenmittel mit hohem Lichtschutzfaktor
- Tragen Sie leichte und nicht zu enge Kleidung
1. Bei Entzündungen und Ausschlägen tritt oft ein starker Juckreiz auf. Antihistaminika in Form von Tabletten oder Gels kann hier bereits zu Beginn schlimmere Auswirkungen verhindern.
2. Außerdem ist es empfehlenswert große, rote Flächen oder brennende, juckende Stellen leicht zu kühlen (kalte Tücher, in ein Tuch eingewickelter Eisbeutel, etc.)
3. Sofern sich schwerere Hautveränderungen entwickelt haben, sollte man den Hautarzt aufsuchen.
Cortisonsalben und -tabletten bringen rasche Linderung. Da es nur kurz zum Einsatz kommt, sind auch keine weiteren Hautschädigungen, oder schwerere Nebenwirkungen zu befürchten.

Photoallergische Reaktionen

Als photoallergische Reaktionen bezeichnet man Hautveränderungen, die unter UV-Einfluss auftreten und durch immunologische Vorgänge vermittelt werden.

Viele Stoffe bilden so durch Reaktion mit dem Sonnenlicht Abbauprodukte, die Allergien, Hautveränderungen und -verfärbungen auslösen.

Sonnen-Urtikaria: Nesselsucht

Die schwerste Form der Sonnenallergie ist die Sonnen-Urtikaria, eine durch Sonnenlicht ausgelöste Nesselsucht, die zu einem lebensgefährlichen Schock mit Herz-Kreislauf-Versagen führen kann.

Neben der Neurodermitis und Schuppenflechte zählt sie in Mitteleuropa zu den am weitesten verbreiteten Hautkrankheiten.

Die Sonnenurtikaria ist eine Überempfindlichkeitsreaktion der Haut mit folgenden Symptomen: Hautrötung, Quaddeln, Pusteln, Knötchen und starker Juckreiz.

Ausgelöst werden kann sie vor allem durch bestimmte Medikamente, Nahrungsmittel, aber auch durch Wärme, Licht, Reibung, Kälte, Druck.

In diesem Fall helfen nur mehr Medikamente in Form von Antihistaminika und Cortison. Ein Hautarzt sollt ein jedem Fall sofort aufgesucht werden!

 

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