Norwegen verpflichtet sich 10 Millionen $ mehr für Frauengesundheit auszugeben

Norwegen, Schweden und Dänemark erhöhen ihre Entwicklungshilfe um das von Donald Trump hinterlassene Loch zu stopfen.

Norwegen tritt einer Reihe an Ländern bei, die sich verpflichtet Geld für einen globalen Frauengesundheitsfonds auszugeben. Der Fonds wurde eingerichtet, nachdem Donald Trump für die USA die "Global Gag Rule" wieder eingeführt hat. Diese Anordnung besagte, dass die USA keine finanzielle Unterstützung mehr an Organisationen geben dürfte, die Abtreibungen durchführen, darüber informieren oder sich auch nur öffentlich dafür aussprechen. Die Folge ist ein 600 Millionen $-Loch in globalen Entwicklungshilfe-Töpfen.

Niederlande reagierte auf US Rückzug aus globaler Frauengesundheit

Als Reaktion auf diese Anordnung gründeten die Niederlande einen einen globalen Fonds um sichere Abtreibungen in Entwicklungsländern sicherzustellen. Mittlerweile zahlen auch Schweden, Dänemark, Luxemburg, Finland und Kap Verde Mittel ein. Mit der Kampagne #SheDecides soll Aufmerksamkeit für die Problematik geschaffen werden.

Norwegen verpflichtet sich 10 Millionen Dollar einzuzahlen

Norwegen hat sich nun dazu verpflichtet ebenfalls 10 Millionen beizutragen: "Die Regierung erhöht die Unterstützung für Familienplanung und sichere Abtreibungen um 85 Millionen norwegische Kronen (ca. 10 Millionen Dollar) im Vergleich zu 2016", so Premierministerin Erna Solberg.

Jährlich sterben 50.000 Frauen weltweit an unsicheren Abtreibungen

Laut WHO sterben jährlich rund 50.000 Frauen als Folge von unsicheren Abtreibungen und 7 Millionen benötigen medizinische Versorgung nach schlecht vorgenommenen Abtreibungen. Mehr als 225 Millionen Frauen haben keinen Zugang zu Verhütungsmittel.

 

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