Nicht schummeln!

Fitness-Armbänder sind im Trend. Sie sollen aufzeichnen, wie viel wir uns bewegen, wie gut wir schlafen und zeigen uns so unsere Defizite. Die Redaktion der New York Times hat nun den Test gemacht. Der Auftrag: Herauszufinden, was Activity Tracker NICHT sehen. Hier die Schwachstellen und was Sie dagegen tun können.

Die Zeiten der Schrittzähler sind gezählt, momentan erobern Fitness-Armbäder in allen Farben und Formen die Welt. Zum Fitnessfaktor, der darin besteht zu mehr Bewegung aufzurufen, kommen nun Coolness- und Stylefaktor dazu. Denn dass man seine Daten aufzeichnet, also trackt, ist für jeden anderen sichtbar.

Waren es im vergangenen Jahr noch nicht einmal fünf Marken, die ein derartiges Produkt angeboten haben, so sind es mittlerweile schon mehr als zehn. Eine Auswahl der bei uns beliebtesten Modellefinden Sie hier.

Dass diese tatsächlich zu mehr Bewegung motivieren ist unbestritten - zumindest in den ersten Monaten nach dem Kauf. Die Redaktion der New York Times hat einen Hardcoretestgemacht und die Bänder einer Art Elchtest für Activity Tracker unterzogen. Das Ergebnis ist fatal, denn diese lassen sich nur allzu leicht austricksen.

Die größten Schwachstellen

  • Fitness-Armbänder zeichnen unser Aktivitätslevel anhand der Armbewegungen auf. Das bedeutet, dass sie beim Gehen anhand vom Schwingen des Armes messen wie viele Meter wir zurücklegen. Aber: Wenn wir am Computer sitzen, bewegen wir auch unseren Arm. Und das wird wiederum als Bewegung gewertet. Somit kann ein Tag am Computer nach den offiziellen Daten einen langen Spaziergang ersetzen. Oje .... Was hilft: Tracker bei Computerarbeit abnehmen.
  • Anstrengende Übungen wie zum Beispiel der Wallsit (Wandsitz) oder Yogaübungen, die statisch gehalten werden, werden nicht registriert, obwohl in diesem Moment sämtliche Muskeln arbeiten. Das kann offiziell dazu führen, dass Chips essen oder den Abwasch machen als anstrengender erfasst wird als Gewichte stemmen. Was hilft: Diese Tätigkeiten eventuell gesondert in einem Fitnesstagebuch aufzeichnen. Bei einigen Tracker-Modellen können derartige Anstrengungen noch manuell erfasst werden.
  • Ausdauertraining wie Radfahrenwird ebenfalls nicht registriert, da dabei die Arme ruhig am Lenker ruhen. Was hilft: Diese gesondert in einem Fitnesstagebuch aufzeichnen oder wenn möglich manuell bei den Daten des Activity Trackers am Computer oder am Smartphone eintragen.

Fazit

Dies soll keine Anleitung sein, um zu schwindeln, denn letztendlich betrügen Sie vor allem sich selbst. Vielmehr sollte man sich dieser Schwachstellen bewusst sein und die Daten, die man bekommt, auch als solche wahrnehmen. Und manchmal kann das bedeuten, dass der Tracker zwar ein tolles Ergebnis am Ende des Tages aufzeigt, aber dennoch ein kurzer Lauf am Abend noch ratsam wäre.

 

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