New York bei Nacht

Wer New York nicht bei Nacht gesehen hat, hat New York nicht gesehen. Oder zumindest sehr viel versäumt. Dieser Meinung sind die Nachtschwärmer der Metropole, die uns hier ihre Tipps in Sachen Nightlife gegeben haben.

"Hast du in New York auch geschlafen?", die Frage taucht des Öfteren auf, wenn man Fotos von FreundInnen nach einem Besuch in der US-amerikanischen Metropole sieht. Mauern eingetaucht in künstliches Neon-Licht, schicke Typen mit (vermutlich) alkoholischen Getränken in den Händen und tanzend sich umschlingende Pärchen. Wir verraten die Insider-Locations für die Tour durch die Stadt, die tatsächlich niemals schläft:

Wie wäre es mit einem Kinobesuch als Einstieg in eine lange Nacht? Es gibt unzählige Movie Theater in New York, doch das Nitehawk Cinema in Williamsburg ist "the place to be". Dort genießt man nicht nur den neuesten Film, sondern nimmt das Abendessen gleich gleich im Kinosaal ein. Neben den üblichen Popcorn und Softdrinks gibt es Cocktails, Salate, Wraps und Co. Nicht versäumen sollte man die frittierte Gurken (!).

Wenn man schon einmal in Brooklyn ist, sollte man auf einen Abstecher in die Bar des Hotel Delmano. "Dafür zahlt sich der Weg aus", empfiehlt die Insiderin die mondäne, kleine Location. Und das heißt viel, wenn sie BewohnerInnen Manhattans auf die andere Seite des East Rivers zieht.

Weiter geht es in den zahlreichen Weinbars der Stadt, wie im Anfora zum Beispiel. Das ist für seine exzellente Getränkekarte und für die Cubano Sandwiches bekannt. Ebenfalls empfohlen wird das Corkbuzz. Der absolute Favorit unter den Weinbars ist und bleibt aber Terroir: Mittlerweile gibt es fünf Standorte, die vor allem damit bestechen, dass man halbe Weingläser bestellen kann. Das Ausprobieren ganz vieler verschiedener Sorten wird damit umso leichter - und mit den Ricotta-Fleischbällchen bestellt man die notwendige "Unterlage".

InlineBild (80f588a3)

So, jetzt reicht es aber mit dem Aufwärmen, schließlich warten zahlreiche Bars und Clubs auf Nachtschwärmer. Wie die LitLoungeNY, eine kleine abgewohnte Bar mit Live-Musik, die man im oft so schicken New York gar nicht erwarten würde. Die Party findet im Keller statt. Der Eintritt von $6 ist für die Verhältnisse der amerikanischen Metropole mehr als erschwinglich - und das Publikum besteht vor allem aus StudentInnen oder solchen, die sich gern an ihre Collegezeit erinnern.

Live-Musik ist auch in der etwas teureren Mercury Lounge zu hören. Da zahlt man schon zwischen $10-$18 für einen Abend. Wer das nicht investieren möchte, geht am besten in die Rockwood Music Hall: Eintrittspreise gibt es dort nicht, dafür braucht man in Sachen Musik einen gewissen Hang zur Experimentierfreude. Die Bands wechseln nämlich jede Stunde - und wenn man Glück hat, sind sie gut. Glück braucht man übrigens auch, um die Mercury Lounge zu finden. Es gibt weder Schilder noch sonstige Anzeichen, dass sich genau hier zwischen Houston und Stanton Street eine Bar befindet. Darauf deuten bloß die Menschenmassen drinnen oder draußen hin.

InlineBild (e35f910e)

Nach der Anstrengung hat man sich den Mitternachtssnack verdient: Dafür geht man am besten ins Buvette im West Village, wo Prosecco aus dem Fass serviert wird. Steak Tartares und die Sardinen/ Butter-Bruschetta werden von einer waschechten New Yorkerin empfohlen. Der Name der Website ILoveBuvette verspricht scheinbar nicht zu viel. Bis 2.00 morgens hat man hier Zeit, den Abend ausklingen zu lassen - oder in eine weitere Runde Nighlife in New York zu starten!

 

Aktuell