In neuer App kann man Menschen bewerten

Sie ist noch gar nicht am Markt und sorgt jetzt schon für aufgeregte Diskussionen: mit der App "Peeple" soll man andere Menschen - so wie Restaurants und Hotels - bewerten können.

Es ist eine schräge Vorstellung: den Ex-Freund, die Chefin, oder einfach das letzte Date in einer App bewerten zu können. Was bisher nur bei Restaurants, Hotels und Shops möglich war, soll mit der neuen App "Peeple" auch für Menschen gelten. Ende November soll die umstrittene Anwendung gelauncht werden.

In drei Kategorien können Personen bewertet werden: beruflich, persönlich und romantisch. Einer Bewertung zustimmen, sollen die Bewerteten nach bisherigem Stand nicht. Um jemanden zu bewerten, muss man über 21 Jahre alt sein, einen Facebook-Account besitzen und unter echtem Namen bewerten.

Um jemandem per Peeple auf einer Skala von 1 bis 5 bewerten zu können, braucht man nur dessen Handynummer. Man meldet sich mit einem Facebook-Konto bei Peeple an und schon kann es losgehen.

Negative Bewertungen nach 48 Stunden online


Wer bewertet wurde, erhält eine SMS. Positive Bewertungen werden direkt veröffentlicht, während negative erst nach 48 Stunden online kommen sollen. Wer negativ bewertet wird, soll damit eine Gelegenheit haben, sich mit dem Bewerter auszutauschen. Wenn man mit einer Bewertung unzufrieden ist oder diese Beleidigungen enthält, kann das den Betreibern gemeldet werden.

Kritik kommt von allen Seiten: mit der App würde Cybermobbing Tür und Tor geöffnet werden, heißt es. Einer digitalen Hetzjagd stehe nun nichts mehr im Weg. Das Schlimmste daran: die Betroffenen können sich nicht einmal wehren. Und negative Bewertungen sollen erst nach einem Jahr automatisch gelöscht werden. Damit werde eine Dystopie entstehen, in der eine Online-Masse an Menschen definieren, wer du bist.

Die Peeple-Macherinnen können die Aufregung aber nicht verstehen. Sie meinen, einen simplen Dienst anbieten zu wollen, mit dem man etwa die richtige Babysitterin finden könne, indem man manche Kandidatinnen ausklammert. Die Anwendung soll gratis verfügbar sein. Laut Washington Post soll das Unternehmen dahinter mit 7,6 Millionen Dollar bewertet werden.

 

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