Neue "Unverpackt"-Stationen für Wien und Niederösterreich

Das neue Angebot einer österreichischen Einkaufskette sorgt für Zuwachs an Zero-Waste-Alternativen.

Einkaufen ohne Plastik, das ist 2019 immer noch schwierig. Sogar Obst wird mittlerweile vielfach in Plastikschalen angeboten, ganz abgesehen von schnell verdeblichen Milch- oder Fleisch-Produkten, die ausschließlich mit einem Berg an Verpackung daherkommen. Immer mehr KundInnen sehen die Ressourcenverschwendung und Wegwerfkultur beim Einkauf aber kritisch, das Interesse an Zero-Waste-Alternativen wächst gerade im urbanen Raum seit Jahren. Die Lust an verpackungsfreiem Einkaufen haben mittlerweile sogar die großen Player entdeckt und vereinzelte Angebote folgen lassen: Der Lebensmittelkozern REWE plant überhaupt bis 2030 alle rund 60 Lebensmittel-Eigenmarken nachhaltig zu verpacken.

Das österreichische Reformhaus Prokopp, das in Österreich zur Zeit mit 17 Filialen landesweit vertreten ist, setzt ab sofort ebenfalls verstärkt auf Zero Waste und Nachhaltigkeit. In insgesamt drei Test-Filialen (Wiener Neustadt, Donauzentrum und demnächst Gänserndorf) werden nachhaltige Abfüllstationen installiert, die ein unkompliziertes Einkaufen von verpackungsfreier Ware ermöglichen.

Regional und ganz ohne Plastik

Unverpackt Wien

Nicht nur die Ware sondern auch die Stationen selbst kommen ganz ohne Plastik aus. Stattdessen setzt man auf Holz oder Glas. Die abfüllbare Ware stammt ausschließlich von drei Bauernhöfen aus Niederösterreich, unnötige Transportwege und dadurch resultierende CO2-Belastung sollen damit vermieden werden, erklärt das Familienunternehmen in einer Presseaussendung.

KundInnen können neben Getreide auch Hülsenfrüchte und Kerne in den Stationen abfüllen, darunter Hirse, Dinkelreis, Kichererbsen, Bohnen oder Kürbiskerne. "Was früher gang und gäbe war, muss 2019 erst wieder gelernt werden. Mit unseren Abfüllstationen haben wir einen ersten, wichtigen Schritt in eine plastikfreie Welt
gemacht", so Marketingleiterin Valentina Prokopp.

 

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