Neue Diesel-Kampagne macht Mode aus Hassbotschaften

Das Motto der neuen Haute-Couture-Kollektion: "The more hate you wear the less you care."

Hass im Netz ist real. Er kann jeden treffen (besonders oft Frauen!), ganz schön heftig werden und weh tun. Aber wie mit Hasskommentaren umgehen?

DIESEL hat, zumindest für sich, die Wahrheit gefunden: "Je mehr wir den Hass öffentlich machen und je mehr wir ihm mit Ironie und Respektlosigkeit begegnen, desto weniger kann er uns verletzen." Das Label setzt da gleich bei sich selbst an. Diesel sei "dead", und "not cool anymore", glaubt man den Hasskommentaren. Genau die prangen nun fast schon stolz auf den neuen Designs der Kollektion HAUTE COUTURE, mit der Diesel dem Hass die Stirn bieten will.

Und das nicht alleine. Diesel hat Persönlichkeiten wie Nicki Minaj, Gucci Mane, Bella Thorne, Bria Vinaite, Tommy Dorfman, Miles Heizer, Yovanna Ventura, Barbie Ferreira, Yoo Ah-In und Jonathan Bellini ins Boot geholt. Sie haben die schlimmsten Hasskommentare ausgewählt, die sie jemals erhalten haben: Bella Thorne sei etwa eine "Slut", Barbie Ferreira schlicht "Fat" und Gucci Mane bekam ein "Fuck You, Imposter" entgegengeknallt. Aus all diesem Hass hat Diesel exklusive Stücke für die Haute-Couture-Kollektion designt, die in limitierter Auflage ab dem 19. September erhältlich sein werden.

Den Hass ironisch feiern

Hasskommentare beschränken sich nicht nur auf Celebrities - gerade in den sozialen Medien können NutzerInnen schnell Opfer von Hassattacken werden. Und auch die Diesel-Kampagne beschränkt sich nicht auf Berühmtheiten: Jede und jeder kann ab 6. Oktober ganz individuelle Haute-Couture kreieren und so die schlimmsten Zuschreibungen, die sie/er je erhalten hat, zeigen und tragen. Nicht nur, für ein neues Narrativ im Umgang mit Hass im Netz, sondern auch einem sehr irdischen guten Zweck: Mit dem Einnahmen will Diesel Anti-Bullying- und Cyberbullying-Programme der OTB Foundation unterstützen.

Aktuell