Nett(o)lohn

Johanna Jenner und Mareike Steger über "The New Nice" - dem Trend zum Wieder-Nett-Sein und dem "Rosa Monat" Oktober, der sich dem Thema Brustkrebs widmet.

Eben hat uns eine Kollegin Sushi in die Redaktion mitgebracht - einfach so. Weil sie gesehen hat, dass wir vor lauter Stress beim Fertigstellen dieser Ausgabe nicht zum Essen gekommen sind. Wie nett von ihr! Sie mögen die Bezeichnung „nett" nicht? Weil sie nicht nach einer selbstbewussten Frau klingt, sondern nach einer, die nicht den Mund aufmacht, dafür aber brav lächelt, sich womöglich anbiedert und auf „Piep, piep, piep. Wir haben uns alle lieb" macht? Uns wundert das nicht. Aber wir finden es doch seltsam, dass Freundlichsein, ohne jeden Hintergedanken, offensichtlich total aus der Mode gekommen ist, ja sich Menschen gar verdächtig machen, wenn sie nett sind.

Besser für alle

Doch das könnte sich bald ändern. Denn nun kommt „The New Nice". Und von diesem Trend zum Wieder-Nett-Sein profitieren Sie und andere: privat und im Job, sowohl physisch als auch psychisch. Deshalb haben wir dem neuen Kurs auch gleich ein ganzes Dossier gewidmet. Und, Hand aufs Herz: Angesichts all der großen und kleinen Katastrophen, die wir tagtäglich den Medien entnehmen oder persönlich erleben, ist es doch schön, aktiv etwas für eine nettere Welt (für alle) tun zu können ...

Rosa Monat

Oft genug ist man ja machtlos: etwa, wenn man gegen eine heimtückische Krankheit wie Brustkrebs kämpft. Der Oktober ist „Brustkrebsmonat" - und deshalb werden Sie vielerorts vermehrt auf Pink Ribbons stoßen. Die rosa Schleifchen sollen die Aufmerksamkeit für dieses Leiden erhöhen, an dem in Österreich jede achte Frau im Laufe ihres Lebens erkrankt, und das Bewusstsein schärfen, zur Früherkennung zu gehen. Denn während Angst lähmt, hilft Wissen und stärkt die Psyche - wie unsere WIENERIN Award 2013-Nominierte Emmi Agha eindrücklich beweist.

 

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