Nein, die NASA hat dein Sternzeichen nicht geändert

Seit einiger Zeit geht das Gerücht um, die NASA habe ein 13. Sternzeichen eingeführt. Die Raumfahrbehörde hat nun eine offizielle Entwarnung veröffentlicht.

Dein wahres Sternzeichen ist wahrscheinlich ein anderes

Ein Schlangenträger oder Ophiuchus ist, wer zwischen dem 30. November und 18. Dezember zur Welt kam. Das geht aus einer Studie hervor, die seit 2016 auch immer wieder im Netz herumschwirrt. Der Inhalt ist, wenn man will, schnell zusammengefasst: Seit ihrer Festlegung vor circa 3000 Jahren haben sich die Sternkonstellationen verändert, die darauf basierenden bekannten zwölf Sternzeichen haben diese Änderungen aber nie berücksichtigt und sind darob falsch. Die wissenschaftliche Wahrheit ist, wie so oft, ein bisserl komplizierter aber im Prinzip ist es das: Dein wahres Sternzeichen ist wahrscheinlich ein anderes.

Astrologie-Freund*innen bestürmen die NASA seitdem regelmäßig mit Kommentaren in heller Aufregung. "Alle paar Jahre taucht diese Sternzeichen-Geschichte wieder auf", schreibt die Raumfahrtbehörde auf ihrem offiziellen Blog und betont: "Nein, wir haben die Sternzeichen nicht geändert."

Wie funktionieren Sternzeichen eigentlich?

Sternzeichen gehen auf die Babylonier zurück. Sie haben den sogenannte Zodiak, auch Tierkreis genannt, in zwölf gleich große Teile aufgeteilt. Im Tierkreis verlaufen die scheinbaren, also von der Erde sichtbaren, Bahnen der Sonne, des Monds und der Planeten. Eine imaginäre Linie von der Erde durch die Sonne zeigt im Laufe eines Jahres (weil sich die Erde dreht) auf verschiedene Sternkonstellationen. Genauer gesagt: Auf 13 Sternkonstellationen. Basierend auf den zwölf Monaten im babylonischen Kalender und damit sich alles schön ausgeht, haben sich die Babylonier aber auf zwölf gleich große Teile besonnen. Dieser Aufteilung fiel die dreizehnte Konstellation Ophiuchus zum Opfer.

"Die Linie von der Erde durch die Sonne zeigt 45 Tage lang zum Sternbild der Jungfrau, aber nur sieben Tage lang zum Sternbild Skorpion. Der Ordnung halber haben die Babylonier ignoriert, dass die Sonne eigentlich durch 13 Konstellationen wandert und haben jeder der zwölf Konstellationen einen gleich langen Zeitraum zugewiesen", erklärt die NASA. Das ist zusätzlich an die 3000 Jahre her. Seitdem hat sich die Erdachse bewegt und die Sonne zeigt zu anderen Zeiträumen auf die andere Stellen des Tierkreises - und somit müsste sich eigentlich auch die Festlegung der Sternzeichen verändert haben. "Wir haben keine Sternzeichen verändert... wir haben es uns nur ausgerechnet", erklärt die NASA.

Was heißt das jetzt für mein Horoskop?

Grundsätzlich könne jede*r das mit dem Sternzeichen so handhaben, wie er*sie wolle. Das alte verwenden, das neue verwenden und solange sich die Astrolog*innen an ihre gewohnten Schemata hielten, würde auch der Erkenntnisgewinn aus astrologischen Analysen der gleiche bleiben. Die US-Raumfahrtbehörde verweist jedoch, und das nicht ohne ein Augenzwinkern auf den Unterschied zwischen Astronomie (Wissenschaft!) und Astrologie (keine Wissenschaft!): "Es gibt keine Beweise, dass Astrologie die Zukunft vorhersagen oder auf Basis des Geburtsdatums sagen kann, wie Leute sind", so die NASA. "Aber genauso wie viele Menschen gerne Fantasy lesen, lesen andere gerne ihr Horoskop."

Die "richtigen" Sternzeichen

Schütze: 19. Dezember – 20. Januar
Steinbock: 21. Januar – 16. Februar
Wassermann: 17. Februar – 12. März
Fische: 13. März – 18. April
Widder: 19. April – 14. Mai
Stier: 15. Mai – 21. Juni
Zwillinge: 22. Juni – 20. Juli
Krebs: 21. Juli – 10. August
Löwe: 11. August – 16. September
Jungfrau: 17. September – bis 31. Oktober
Waage: 1. November – 23. November
Skorpion: 24. November – 29. November
Schlangenträger: 30. November - 18. Dezember

 

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