Naturkosmetik: Es gibt durchaus Unterschiede

Persönliche Gesundheit und Umweltschutz in einem? Ja, das geht. Naturkosmetik erfreut sich steigender Beliebtheit, da viele Menschen erkennen, dass sie es wert ist, auch ein paar Euro mehr zu zahlen. Denn Naturkosmetik ist eine geringere Belastung für den Körper und für die Umwelt.

Was macht gute Naturkosmetik aus?

Echte Bio-Qualität erkennen

Auf vielen Produkten – sei es bei Nahrungsmitteln, Kleidung oder eben Kosmetik – finden sich mittlerweile Bio-Versprechen. Die verschiedenen Label können aber schon unübersichtlich sein. In Österreich kann hier ein Blick auf die Website der Austria Bio Garantie geworfen werden, um sich genauer zu informieren.

Im Wesentlichen soll Bio-Qualität ausdrücken, dass die Unternehmen nachhaltig und sicher produzieren. Nach EU-Richtlinien, die allerdings nur bei der Verwendung der Bezeichnung „Bio“ für Lebensmittel gelten, bedeutet das, dass der Anbau der Rohstoffe ökologisch geschehen muss, keine Gentechnik verwendet wird und chemisch-synthetische Hilfsmittel wie bestimmte Dünger nicht verwendet werden.

Diese Richtlinien sind aber bisher nicht auf Kosmetik bezogen, weshalb die bloße Behauptung, etwas sei Bio, nicht nachgewiesen werden muss. Was viele Anbieter für Naturkosmetik allerdings tun, ist freiwillig ein Label aufzudrucken, das zum Beispiel von Austria Bio Garantie vergeben wird.

Es gibt unterschiedliche Richtlinien für Bio-Qualität bei:

  • Nahrungsmitteln
  • Kosmetik
  • Nahrungsergänzungsmittel
  • Kleidung

Festgelegt wird durch EU-Richtlinien allerdings, dass Tierversuche für die Entwicklung von Kosmetika nicht zulässig sind. Außerdem müssen zahlreiche Angaben wie zur Nanotechnologie in der Produktion und verschiedensten Allergen gemacht werden.

Tiefenwirkung ohne Emulgatoren

Emulgatoren galten über Jahrzehnte hinweg als absolut gesetzt in der Herstellung von Kosmetik. Sie verbinden Fett und Wasser und sind daher ein Grundbestandteil vieler Produkte gewesen – und sind es noch. Sie sind kostengünstig und bewährt, aber eben auch alles andere als schonend. Deshalb geraten sie auch zunehmend in die Kritik, weil sie die Haut schlechter atmen lassen und meist nur in Verbindung mit zahlreichen Konservierungsstoffen ihre Wirkung entfalten.

Eine Alternative ist die lamellare Emulsion. Hierbei wird das körpereigene Lipid „Phosphatidylcholin“ genutzt, um die positiven Effekte einer gewöhnlichen Creme zu erreichen, ohne aber die schädlichen Nebenwirkungen mitzubringen. Bei Cremes und Lotionen, die nicht auf diesem Verfahren basieren, wird häufig ein kurzfristiger Effekt für die Haut erzielt, bei dem sie kurz praller und besser aussieht, in Wahrheit aber viel Feuchtigkeit abgibt, wie auf der Website von Unverfaelscht Naturkosmetik zu lesen ist. Kosmetika, die mittels lamellarer Emulsion hergestellt werden, umgehen dieses Problem und erzielen dadurch eine bessere Tiefenwirkung und können auf Emulgatoren teilweise oder sogar ganz verzichten.

Keine Zusatzstoffe in Naturkosmetik

Da Marketing-Experten die Produkte um jeden Preis verkaufen wollen, werden Werbungen und Aufdrucke häufig besonders „natürlich“ gestaltet – und das ganz unabhängig davon, ob ein Produkt wirklich auf Bio-Qualität und somit Natürlichkeit setzt. Aloe Vera Pflanzen, Meeressymbole oder auch Blumen sollen suggerieren, dass Kosmetik natürlich ist. Es lohnt sich, sich von diesen Bildern nicht ablenken zu lassen, sondern auf Bio-Label zu schauen und einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen.

Chemisch-synthetische Stoffe in Kosmetik sind immer noch ein Problem. Gerade Mikroplastik ist in den vergangenen Jahren zunehmend in das Visier der Kritiker geraten. Dieses wird nicht nur über die Kosmetika aufgenommen und kann Rückstände im Körper hinterlassen, es verursacht auch schwere Schäden in der Natur. Nachhaltig orientierte Anbieter wie Unverfaelscht Naturkosmetik verzichten deshalb auf Zusatzstoffe und Mikroplastik.

Doch es gibt auch Inhaltsstoffe, die sich positiv auswirken und besonders beliebt sind bei der Herstellung von Naturkosmetik. Dazu gehört zum Beispiel Aloe Vera. Je höher die Konzentration im Produkt ist, umso mehr entfaltet sich die feuchtigkeitsspendende und entzündungshemmende Wirkung. Auch Grüner Tee kann Naturkosmetik verbessern, indem zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe die Haut beruhigen und gesünder wirken lassen.

Fazit: Bei Naturkosmetik immer genau hinschauen

Selbst mit einem Grundwissen in Sachen Naturkosmetik kann es manchmal schwierig sein, das richtige Produkt zu finden. Denn auch Naturkosmetik muss zum Hauttyp passen und nicht jede Innovation ist für die eigenen Ansprüche wirklich ein Fortschritt.

Doch da Hautpflege eine langfristige Angelegenheit ist, lohnt es sich, genauer auf Bio-Label, Herstellungsverfahren und Inhaltsstoffe zu schauen. Denn die Hautpflege von heute wirkt sich auf das Hautbild von morgen, nächstem Jahr und auch in 30 Jahren aus. Je schneller man sich dafür entscheidet, auf Naturkosmetik umzustellen, die zum eigenen Hauttyp passt, umso eher beginnt man mit guter und nachhaltiger Hautpflege – die auch noch besser für die Umwelt ist.

 

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