Nature is healing: Der Luchs kehrt zurück nach Wien

Es gibt auch noch gute Nachrichten. Wie die Stadt Wien am Freitag vermeldet, ist der vermeintlich ausgerottete Luchs nach hundert Jahren wieder zurückgekehrt.

Der Luchs galt als ausgerottet

Beutetierreste waren die ersten Indizien, nun gibt es den Fotobeweis: Zwei Luchse unterschiedlichen Geschlechts wurden in den Quellenschutzwäldern der Stadt Wien (Hochschwab/Rax/Schneeberg) gesichtet.

"Der Luchs gehört zum natürlichen Artenspektrum in unseren Wäldern. Gemeinsam mit anderen in unseren Wäldern wieder heimischen Raubtieren, wie dem Wolf, tragen sie zur Erhaltung eines ökologischen Wildstandes auf natürliche Weise bei“, freut sich Forstdirektor Andreas Januskovecz in einer Aussendung der Stadt Wien.

Über die Rückkehr der Raubkatze freut sich auch WWF Austria via Twitter: „Fast ein Jahrhundert nach der Ausrottung wurden wieder zwei Luchse in den Quellenschutzwäldern gesichtet. Wir freuen uns sehr über diese Rückkehr, weil der Luchs in Österreich immer noch akut vom Aussterben bedroht ist.“

Luchse sind Einzelgänger und jagen vor allem nachts. In Abhängigkeit des Nahrungsangebotes sowie der landschaftlichen Gegebenheiten ist die Größe ihres Revieres von 50 bis 400 km² stark schwankend.

Ihr Lebensraum muss genügend Deckung sowie Nahrung aufweisen. Sie sind reine Fleischfresser und benötigen ca. 2 kg pro Tag. Rehe und Gämsen sind die hauptsächlichen Beutetiere der Luchse.

Daneben zählen, Hasen, Mäuse, Eichhörnchen, junge Wildschweine und viele weitere kleinere Säugetiere aber auch Vögel und Fische zum Beutespektrum der Luchse. Der in Österreich und den Nachbarländern vorkommende Eurasische Luchs erreicht eine Schulterhöhe von 50 bis 70 Zentimeter. Die Weibchen bringen rund 73 Tage nach der Paarung bis zu fünf Jungen auf die Welt. Die Lebenserwartung von freilebenden Luchsen beträgt 10 bis 15 Jahre.

Luchse stellen für euch keine Gefahr dar

Die scheuen Raubtiere verlassen sich bei der Jagd auf ihre perfekte Tarnung und führen auch sonst in ihrem Revier ein beinahe unsichtbares Leben.

Der Mensch passt nicht ins Beuteschema der Tiere, im Gegenteil halten sie sich aus menschlicher Nähe lieber fern. Daher werden auch nur die wenigsten Menschen bei uns jemals einen Luchs in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen. Angst musst du also keine haben.

 

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