Natalie Portman

Zart, zerbrechlich, zurückhaltend – so wurde Natalie Portman oft beschrieben. Heute ist die Oscar-Gewinnerin vor allem eines: zutiefst zufrieden. Die 29-Jährige ist erfolgreich wie nie, frisch verliebt und auch noch schwanger. In der WIENERIN verrät das neue Miss Dior Chérie-Testimonial ihre Glücksrezepte.

Früher konnte man Ihnen nicht mehr Privates entlocken als das Geständnis, Kreuzworträtsel zu lieben. Heute hingegen sprechen Sie offen über alles - sogar über Ihre große Liebe. Dann werden wir das nun schamlos ausnützen: Verraten Sie uns Ihre Geheimnisse. Zuerst die schönen: Was ist Ihr Beautyrezept? Gesichtspflege ist mein A und O. Schaut die Haut gut aus, fühle ich mich selbstsicherer. Meine Mutter sagte immer zu mir: „Hände weg vom Gesicht und nicht ständig an Mitessern herumdrücken!" Ich verwende immer Sonnencreme und schminke mich wenig. Wenn, dann die Augen, weil sie das meiste über die Seele verraten. Nur von meinen Haaren konnte ich nie die Finger lassen. Als Teenie bleichte ich sie erst, färbte sie dann pink. Es gefiel mir nicht, also färbte ich sie wieder um. Meine Lehre: Es war keine gute Idee, zweimal die Woche zu bleichen!
Auch da hätten Sie wohl auf Ihre Mutter hören sollen ... Was lernten Sie noch von Ihren Eltern, was Sie an Ihr Kind weitergeben wollen? Für andere da zu sein. Meine Eltern sind Menschen, die sich die Nächte um die Ohren schlugen, um bei den Hausaufgaben zu helfen oder um den richtigen Doktor zu finden. Das taten und tun sie nicht nur für mich, auch für ihre und meine Freunde. Ich finde das großartig. Mir gibt es eine große Sicherheit zu wissen, dass ich Eltern habe, die immer für mich da sind. Sie zeig(t)en mir, was wahre Freundschaft und Liebe bedeuten.

Ihr Vater hat Sie auch quasi zu einem vegetarischen Leben geführt, als er Sie als 8-Jährige zu einem Medizinkongress mitnahm - dort wurden Laserversuche an einem Huhn gemacht! Heute tragen Sie sogar „vegane" Dior-Schuhe ohne Leder ... Ja, seit damals lebe ich vegetarisch. Vegetarisch zu essen bedeutet für mich, dreimal täglich meine Überzeugung zu leben. Ich bin Tierschützerin, will aber niemanden bekehren. Jeder muss für sich herausfinden, was für ihn richtig oder falsch ist.

Das Wort „Diät" fällt im Filmgeschäft so oft wie „Und Action!". Beinhart oder business as usual? In meinem Job gewöhnt man sich daran, nach dem Äußeren beurteilt zu werden. Und klar setzten sie mich während des Black Swan-Drehs auf strenge Diät. Obwohl ich ein Brot- und Pastamädchen bin! Seit Ende des Drehs trainiere ich nur mehr dreimal die Woche, wandere, schwimme. Ich habe aufgehört, mich vor dem Spiegel auseinanderzunehmen. Du bist, was du bist. Wenn man etwas an sich ändern will, sollte man eine Sprache lernen oder mehr Bücher lesen.

Natalie Portman, 29, geboren als Natalie Hershlag in Jerusalem, wurde als 14-Jährige durch den Actionthriller Léon – Der Profi berühmt. Es folgten Filmhits wie Heat, Star Wars, Hautnah und zuletzt das Ballettdrama Black Swan, für das sie kürzlich den Golden Globe erhielt.

Das Multitalent spricht Englisch, Hebräisch, Französisch, Spanisch, Japanisch und Arabisch. Ihren Hochschulabschluss in Psychologie machte sie 2003 quasi ganz nebenbei – an der Eliteuniversität Harvard.

Mit ihrem Verlobten Benjamin Millepied, 33, ihrem französischen Tanztrainer für Black Swan, erwartet sie bald ihr erstes Kind.

Welche Bücher liegen bei Ihnen am Nachttisch? Werke von Tschechow und Nabokov lese ich besonders gern. Die beiden hätte ich zu Lebzeiten gern getroffen. Oft werde ich gefragt, wer meine Vorbilder seien. Da ist niemand Bestimmter, aber ich bewundere die Weisheit von Jane Goodall und die Stärke von Hillary Clinton.

Nun ein paar „sinnliche" Fragen: Was hören Sie am liebsten? Jede Art von Musik. Von Soul wie Etta James, Otis Redding und Aretha Franklin bis zu Hip-Hop und Klassik. Nur eine Musik hasse ich: Techno.

Was schmecken Sie am liebsten? Ich sag's andersrum: Ich mag weder Kaffee noch Bier. Mein Geschmack ähnelt oft dem eines Kindes. Ich kann übrigens Frauen nur raten: Wenn ihr auf einer tollen Veranstaltung seid, trinkt keinen Alkohol, der macht sofort hässlich!

Was tragen Sie am liebsten? Pyjama. Ich glaube, dass wahre Eleganz viel mit Unangestrengtheit und Mühelosigkeit zu tun hat. Ob eine Frau feminin wirkt oder nicht, hat weniger mit Make-up und High Heels zu tun, als damit, wie sie sich bewegt.

Als Werbegesicht von Miss Dior Chérie: Was riechen Sie am liebsten? Ich trage Düfte nicht jeden Tag, nur zu besonderen Gelegenheiten. Seit ich Botschafterin von Miss Dior Chérie bin, habe ich viel über Luxusparfums gelernt. Ich weiß jetzt, dass bei Dior die Vanille für den Duft aus Madagaskar kommt, das Sandelholz aus Indien und wo die diversen Blumen für den Duft wachsen.

Der Duft der weiten Welt also. Sind Sie bekennende Kosmopolitin? Ja. Und das Reisen hat mich verändert. Wenn man neue Menschen kennen lernt und sich mit deren Freunden und Sorgen beschäftigt, nimmt man seine eigene kleine Welt nicht mehr so wichtig und wird gezwungen, über den Tellerrand hinauszusehen.

Wir haben nun bald Frühling: Welche Zeit ist Ihnen die liebste? Die Schlafengehzeit! (Lacht.) Ich liebe es, am Abend zu Bett zu gehen. Und ich schlafe für mein Leben gern. Es ist doch herrlich, jeden Abend zu wissen, dass die Arbeit für diesen Tag vorbei ist, und man endlich schlafen kann!

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