Namen verwechseln ist normal

Sie werden "Susi" gerufen, dabei heißt Ihre Schwester so? Kein Grund zur Sorge, wir erklären warum.

Kein Grund zur Sorge

Beim falschen Namen gerufen werden, bei dem der Schwester, der Tante oder des Hundes, das kommt in jeder Familie vor. Auch in der besten. Dann schaut man schief und ist vielleicht beleidigt. Denn es könnte ja sein, dass die Person einen deshalb beim falschen Namen nennt, weil sie einen nicht richtig lieb hat? Oder sind das vielleicht erste Anzeichen einer Demenz? Alles nicht der Fall, wir können Entwarnung geben!

Das steckt wirklich dahinter

Ein Forscherteam der Duke University hat dieses Namens-Verwechslungs-Phänomen jetzt untersucht und herausgefunden: Dass wir die Namen anderer Familienmitglieder verwechseln liegt daran wie unser Gehirn organisiert ist. Heißt: Innerhalb einer Familie sind alle einzelnen Namen unter der Kategorie "Familie" abgespeichert und werden deshalb leicht miteinander vertauscht. Das gleiche gilt auch für einen Freundeskreis.

Hat schon mal jemand "Bello" zu Ihnen gesagt?

In die Untersuchung wurden auch Tiere bzw. die Tiernamen mit einbezogen - und ja, wenn die Vierbeiner als Familienmitglieder empfunden werden, dann kann es auch vorkommen, dass man seine Kinder beim Hundenamen ruft. Was alle beruhigen wird, die an der eigenen Gedächtnisleistung zweifeln, wenn ihnen so etwas passiert: Die Verwechslungen in der Untersuchung sind komplett unabhängig vom Alter passiert. Also können wir uns bei Namensverwechslungen, die früher vielleicht ein Drama ausgelöst haben, jetzt entspannt zurücklehnen ...

Die Ergebnisse wurden im Magazin "Memory & Cognition" veröffentlicht.

 

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